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        Mein Wecker brummt leise neben meinem linken Ohr und obwohl ich schon seit einer Weile mit offenen Augen wach liege, drücke ich ihn weg und drehe mich noch einmal auf die andere Seite, den Kopf im Kissen vergraben und die Decke über den Kopf gezogen. Draußen höre ich durch mein offenes Fenster den Regen auf die Erde prasseln, ganz leicht nur, aber das schwache Licht, welches durch die Spalten der Jalousien dringt erscheint mir trotzdem viel zu hell.
        Mein Wecker brummt ein weiteres Mal, und noch ein Mal, bis ich beschließe aufzustehen, um warmes Wasser aus dem Duschhahn über meinen Körper laufen zu lassen. Ich bin zu spät dran für die Uni und als wäre diese kleine Tatsache mein Lebensanker geht es mir bei einer Schüssel Müsli beim Frühstück schon viel besser. Als hätte diese kleine Tatsache mir eine Last von den Schultern genommen die ich bin dahin nicht erkannte.

        Den Rest meines Tages kennt ihr schon, ich bin es leid ihn immer wieder zu wiederholen und in einer Endlosschleife gefangen zu sein. Viel mehr beschäftigt mich gerade nicht mein innerer Schweinehund, sondern die einfache Feststellung, dass ich mich nicht dazu motivieren kann loszulaufen und mich in die Uni zu setzten.
        Vielleicht sollte ich hier noch einmal kurz ausholen und den Anfang der Geschichte erzählen, damit ihr auch folgen könnt, so machen das doch die guten Schriftsteller, aber wer ist schon gut und wer ist schon schlecht. Ich auf jeden Fall möchte euch teilhaben lassen und hole lieber etwas weiter aus, als Unklarheit zu schaffen.

        Schon während der ersten Vorlesungen fühlte ich mich unwohl, da ist dieses riesige Gebäude vor dem ich zwar etwas Angst verlor, aber immer noch voller Respekt hineinlaufe, da sind diese Massen an Menschen die irgendwie das gleiche Fach studieren wie ich und mit denen ich mich vergleiche und dazu kamen noch die ersten Worte der Professoren die mich nicht nur einschüchterten, sondern auch ziemlich langweilten.
        Ich weiß nicht, ob ich überhaupt nach 4 Wochen Studium entscheiden kann was das Richtige und was das Falsche für mich ist, die Sache mit der Definition von diesen Begriffen hatten wir vorhin schon, aber ich möchte mit Begeisterung lernen und wirklich das Gefühl haben mich weiterbilden zu wollen. Dieser Anspruch ist sehr hoch, das weiß ich auch und natürlich werden mir niemals alle Teile eines Gebietes zusagen, aber wenigstens von einer 80%tigen Quote bin ich ausgegangen.

        Mein Studium macht mir keinen Spaß, denn als ich mich für Germanistik einschrieb wollte ich mehr über unsere Sprache lernen und vor allem besser mit ihr umgehen können, wovon ich immer noch Welten entfernt bin. Diese Welt scheint mich nicht richtig aufnehmen zu wollen, obwohl ich vielleicht auch einfach noch im Türspalt stehe und mich nicht dazu durchringen kann den letzten Schritt in das volle Zimmer zu machen, aber eines steht fest – Freunde werden wir wohl keine mehr.
        Ich überlege also schon seit einer Woche, was ich stattdessen mit mir und meinem Leben anfangen sollte und je mehr ich darüber nachdenke, desto klarer wird eine Vision in meinem Kopf und je klarer diese Vision wird, desto weniger Antrieb finde ich am Morgen wenn der Wecker neben meinem linken Ohr brummt.

        An dieser Stelle stellt sich mir jetzt natürlich die Frage, welchen Weg ich gehen möchte. Ob ich versuche zu kämpfen und vielleicht am Ende doch noch überzeugt werde, oder ob ich aufgebe, mich voller Hoffnung auf eine neue Idee stürze und das Risiko eingehe enttäuscht zu werden, um dann wieder ohne eine Bestimmung auf der Straße zu stehen. Ich sehe mich schon, wie ich nass und durchgefroren auf dem grauen Beton lande, keinen Regenschirm dabei der mich retten kann, keine helfende Hand die mir wieder auf die Beine hilft. Aber will ich wirklich drinnen im warmen sitzen, umringt von falschen Gesichtern und diesem Gedanken: „Was wäre wenn?“


        Outfitdetails
        Schuhe: Dr. Martens // hier, aus Leder (!), hier eine vegane Alternative
        Kleid: Kleiderkreisel (ursprünglich Monki) // hier eine nachhaltige Alternative, unten sind noch weitere nachhaltige Kleider verlinkt die ich so kombinieren und anziehen würde
        Kopftuch: Schal vom Flohmarkt

        Kauft immer nur das was ihr auch wirklich benötigt!


        Location: Leipzig, botanischer Garten
        Kamera: Canon EOS 6D
        Objektiv: 24-105mm
        Bildbearbeitung Tutorial (hier)

        25 COMMENTS

        Ein sehr toller Beitrag, der mir quasi aus der Seele gesprochen hat. Auch ich bin mir immer noch sehr unsicher mit meinem Studienfach und würde manchmal lieber etwas studieren, bei dem ich kreativer aufblühen kann, ohne diesen krassen Druck zu haben was neues zu produzieren. Leider habe ich noch nicht Recht eine Lösung dafür gefunden und meinen Studiengang noch nicht ganz abgeschlossenen. Deswegen find ich es bewundernswert und mutig, dass du dir so früh eingestehen kannst, dass es das falsche für dich ist. Du wirst deinen Weg schon gehen und dich für das entscheiden was dir gut tut.

        Liebe Grüße Feli

        Ich hoffe wir finden Beide unseren Weg.
        Alles liebe für dich!

        Liebe Katja,

        Es ist nun schon zum wiederholten Male passiert, dass du mir genau aus der Seele sprichst.

        Diesmal mit einem Thema, dass mich sehr akut beschaeftigt. Ich wusste nach dem Abi nicht, was ich machen wollte. Bzw, das, wo ich immer annahm, das ich das studieren wollte, stellte sich dann als Mischung „Wunsch-der-Eltern/Erwartung-der-Gesellschaft/Man-will-ja-auch irgendwie-seinen-Lebensunterhalt-verdienen“ heraus.

        Ich dachte, ich muss mal weg von allem, und backpacke momenan durch Irland. Ich bin noch kein Stueck schlauer und hoere „21, 22, 23“ in Dauerschleife.

        Ich habe Tage wo ich denke, ich koennte jahrelang so weitermachen. Dann sehnt man sich nach einem „Safe Place“ und man war noch nie so allein.

        Danke, dass du einen mit dieser Fragestellung nicht komplett alleine dastehen laesst.

        Liebste Gruesse, derzeit aus Connemara

        Samira

        Bin sehr beeindruckt von dir. Ich habe 3 Jahre Jura studiert bevor ich endlich abgebrochen habe. Ich habe keinen Abschluss und war auch schon im ersten Semester unzufrieden. Also: tue das, was dir gut tut! Und wenn es Germanistik nicht sein soll, dann brich lieber jetzt ab als deine Motivation für dein Leben zu verlieren und unglaublich zu sein. Alles Gute für dich
        Marlena ♥️

        Unglücklich meinte ich. 🙂

        liebe katja,

        ich studiere im 7. semester germanistik und es macht mir erst seit dem fünften richtig spaß. die ersten semester waren sterbenlangweilig für mich. der spaß beginnt, wenn du die grundlagen durch hast und die sachen anwenden kannst. wenn du seminare mit praxisbezug hast, wenn du selber anfängst, für die uni zu schreiben.
        natürlich ist das studium nicht für jeden das richtige und nur weil es bei mir so war, muss es ja nicht bei allen anderen auch so sein. ich kenn viele, denen das studium zu trocken war.
        ich studiere aus voller überzeugung germanistik, ich liebe mein fach und ich liebe die möglichkeiten, die es mir öffnet. wenn das für dich nicht so kommen wird, ist das völlig in ordnung. aber vier wochen sind eine verdammt kurze zeit, um so eine entscheidung zu treffen.
        wie wäre es mit einer pause? du bist sehr jung und möchtest vielleicht vor dem studium noch andere erfahrungen machen, was dich jetzt hemmt, die lust aufs studium zu entwickeln. du könntest ja eingeschrieben bleiben und dem ganzen in 2 bis 3 semestern noch mal eine chance geben.

        Hey,

        Germanistik war nie richtig meine erste Wahl und nachdem ich keine richtige Motivation gefunden habe als das Studium begann, fragte ich ältere Stunden was da noch auf mich zukommt und schaute bei ihnen schon einmal in den Stoff. Ich weiß, dass 4 Wochen eine kurze Zeit sind und genau deshalb wollte ich dem Studium auch eine Chance geben, allerdings ist mir mit dem Schreiben dieses Textes noch einmal bewusst geworden, dass das hier nicht mein Weg ist.
        Wir werden sehen, wo das Ganze hinführt und ich wünsche dir natürlich alles gute 🙂
        Liebst, Katja

        Mir ist das Thema sehr vertraut. Ich bin grade in einer sehr ähnlichen Situation, man könnte auch sagen fast der gleichen. Nur mit dem Unterschied, dass ich von vornherein wusste, das ich den Studiengang(Gesellschaftswissenschaften) nicht zuende machen werde. Aber dennoch hätte ich nicht gedacht, das mich das so wenig motiviert. Denn mein plan war eigentlich nächstes Jahr Philosophie zu studieren. Und GeWi wäre eine gute Vorbereitung… nur ist es nicht das was ich will. Ich will die leute nicht sehen, weil genau vor solchen leuten bin ich gefohen. Leute die nicht nachdenken oder nur an der Oberfläche bleiben. Aber was soll ich jetzt machen.hab ich wirklich auf mich gehört? Manchmal wünschte ich, ich hätte mich einfach in einen Flieger gesetzt …

        Dann tu es, was hält dich denn davon zurück auf dein Herz zu hören?

        Nun, die Frage kommt dir doch sicher bekannt vor und die Antwort darauf auch

        Hey, auch mich hast du mit dem Thema mal wieder wie so oft ziemlich zum Nachdenken gebracht und erreicht im eigenen Zweifel und der Unsicherheit. Ich musste dabei an meinen Opa denken, er sagt immer zu mir „man muss glücklich sein denn man lebt nun mal nur jetzt und alles was kein Lächeln auf dein Gesicht zaubert ist es nicht wert gelebt zu werden.“ Ich muss mich auch immer wieder daran erinnern wie wichtig es ist sich selbst nicht zu vergessen. Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg bei deinem Weg! Alles Liebe, Leandra

        Wie schön dein Opa das gesagt hat <3
        Liebe Grüße!

        Ich kann deine Gedanken so gut nachvollziehen! Ich würde meinem Ich von vor ein paar Jahren einfach nur raten, auf sein Gefühl zu hören.
        Liebe Grüße,
        Arunika von quarterlife.blog

        Ich kenne deine neue Idee zwar nicht – aber trotzdem bin ich ganz stark dafür, dass du das machst, was sich gut für dich anfühlt! Das hat auch nichts mit Aufgeben zu tun, ganz im Gegenteil: Wenn du ein Bestimmtes Studium „durchzuehst“, obwohl es dir offensichtlich keine Energie und Freude gibt, sondern nimmt, gibst du viel mehr auf – nämlich Zeit deines Lebens. Ich habe mein Nebenfach beispielsweise zu diesem Semester gewechselt und werde deswegen mindestens ein Semester länger studieren. Was aber viel wichtiger ist: Die Vorlesungen und Seminare sind jetzt am Anfang schon so spannend und motivierend für mich und bei meinen alten Nebenfach müsste ich mich regelrecht zum Hingehen und Lernen zwingen.
        Also: Hör darauf, was sich für dich am besten anfühlt. Ich bin sicher, dann läuft auch alles gut 🙂
        Alles Liebe, deine Anna

        Danke für deinen Zuspruch, ich erzähle dir dann alles im Dezember mal persönlich. <3
        Und ich finde deine Entscheidung auch sehr mutig und richtig.
        Liebst, Katja

        Du kannst so gute Texte schreiben, das beeindruckt mich total

        Germanistik Studenten oder so 😀
        Nein, Spaß, danke dir.

        Liebe Katja,

        erstmal möchte ich dir sagen, dass ich immer wieder beeindruckt bin von deinen persönlichen Texten und Einblicken, die du hier und auf Instagram mit uns teilst – und wie viel Mühe und Arbeit du in beide Plattformen steckst!

        Ich schreibe nicht häufig Kommentare, aber da dieses Thema bei mir Anklang findet, gibt es nun einen 🙂

        Zunächst möchte ich kurz auf den ersten Kommentar von Flora eingehen. Die Formulierung, dass ein Stück von dir wohl schon mit dem Fach abgeschlossen hat, find ich irgendwie sehr passend. Darin erkenne ich mein jüngeres Selbst wieder, dem es genau so ging, ich mich vor einigen Jahren in meinen ersten Uni-Wochen und -Monaten befand.

        Ich habe 2 Semester studiert, ehe ich abgebrochen habe. Wusste aber schon deutlich früher, schon am Ende des 1., dass es nicht das richtige für mich ist.

        Ich glaube, wir merken, wenn etwas nicht wirklich zu uns passt. Unser Gefühl sagt es uns. Manchmal nur leise und es dauert, bis wir ihm Gehör geben. Und manchmal ist zwar laut, aber es fehlt vielleicht der Mut oder ein alternativer Plan um den Schritt zu gehen.

        Anders als du, hatte ich damals keine klare Vision wie mein „Berufsleben“ aussehen könnte. Nur den Wunsch zu Reisen und dass habe ich gemacht, denn ich war von ganzem Herzen davon überzeugt und wusste, dass es das Richtige ist.
        Dass ich nach dieser langen Reise wieder vor der gleichen Ahnungsloskeit wie zuvor erfasst wurde, ist aber ein anderes Kapitel 😀

        Was ich sagen möchte ist, du bist nicht allein mit deinen Zweifeln. Ich habe vor längerer Zeit auch einen kleinen Post über mein Studium, meine Zweifel und mein Hadern geschrieben und viele liebe Rückmeldungen bekommen von jungen Menschen, denen es ähnlich, ach, wenn nicht genauso geht.

        Das Leben ist ein Prozess und wird uns immer wieder vor schwierige Entscheidungen stellen. Die aber doch so leicht und klar sein können, sobald wir sie getroffen haben und spüren, dass es die Richtige ist. Der Spruch ist so ausgelutscht und doch so wahr. Hör´ auf dein Herz!

        Es klingt so, als hättest du eine Vision, die dich motiviert und die sich richtig anfühlt. Das ist etwas sehr wertvolles und damit hast du einigen etwas voraus. Das der Schritt dennoch nicht einfach ist, ist klar. Vielleicht hilft es dir zu überlegen, wie es sich für dich persönlich richtig anfühlt, die nächsten Schritte zu gehen…
        Bist du der Typ für einen radikalen Bruch und Schritt – von heute auf morgen alles beenden und den neuen Weg einschlagen?
        Oder bist du der Typ, der lieber ein bisschen mehr auf Nummer sicher geht? – Sich optional sagen, dass eine Semester zu Ende zu machen und parallel, die ersten notwenigen Schritte in die neue Richtung gehen. Sprich – falls es sich um ein anderes Studium handelt – hingehen und in Vorlesungen setzen, mit Dozenten und Studenten sprechen und in dich hineinfühlen, ob sich das gut anfühlt?
        – Manchmal ist es einfacher eine Entscheidung zu treffen (und fühlt sich vielleicht auch gar nicht mehr nach einer Entscheidung an, weil es völlig klar ist), wenn man es schon ausprobiert hat, es kennt, weiß was auf einen zukommen und klar sagen kann: ICH WILL GENAU DAS. Das lässt Zweifel viel leichter verschwinden.

        Was auch immer es ist oder wie du dich entscheidest, ich bin mir vollkommen sicher, dass du den richtigen Weg für dich einschlagen wirst. Du bist ein reflektierter Mensch und, dass nicht zuletzt auch, weil: „Schreiben heißt, sich selber lesen“ (Max Frisch). –

        So, das war´s erstmal von mir.
        Alles liebe für Dich
        Franziska

        Ps: Beim Lesen deines Texten kam mir sofort der Studiengang „Kreatives Schreiben“ in den Kopf. Wollte ich nur kurz anmerken 🙂 – vielleicht kennst du den noch nicht und wäre von Interesse für dich.

        Hey,

        ich freue mich gerade sehr über deinen Kommentar (vor allem weil er so lang ist :o), weil ich dich auch verfolge und richtig begeistert bin.
        Dieser Text hat mir unterbewusst glaube ich wirklich gezeigt, dass ich abgeschlossen habe und meine Gedanken nur noch einmal niederschreiben musste, um sie klar zu sehen. Das ist wirklich verrückt und das geht mir öfter so, das Schreiben ist tatsächlich wie eine Therapie für mich.
        Die Ahnungslosigkeit nach einer Reise kenne ich auch und ich finde es gut, dass du irgendwo deinem Herzen gefolgt bist, später bereut man vielleicht sonst die ein oder andere Tat die man nicht begangen hat. Ich muss aber an dieser Stelle anmerken, dass ich auch keine Idee habe was ich später mit meinem Berufsleben anfangen möchte, ich habe gerade einfach nur viele Interessen die ich glaube ich in einem kreativeren Studiengang besser unterbringen könnte. Aber wer weiß das schon, wir reden dann in einem Jahr nochmal 😀

        Deinen Beitrag muss ich mir auf jeden Fall noch einmal durchlesen, danke für den Tipp und jetzt sehe ich auch das Zitat von Max Frisch was es wohl passender nicht treffen könnte.

        Danke dir und ich hoffe, dass du auch deinen Weg findest.

        Liebst, Katja

        PS: Literarisches Schreiben könnte man in Leipzig studieren, darüber habe ich letztes Jahr schon nachgedacht. Allerdings möchte ich mir nicht meine Leidenschaft nehmen lassen und auf Druck arbeiten, sondern meine Gefühle einfach so ausdrücken. Aber du bist nah dran an der eigentlichen Idee 🙂

        Ahoi Katja!

        Oh ich fühle mich 10 Jahre zurückversetzt, und diese stürmischen Jugendlichen Jugendjahre sind doch wahrlich eine tosende Stille, nicht wahr?
        Vielleicht ist allgemein studieren (noch) nicht dein Weg?

        Vertrau auf dein Bauchgefühl, und ich glaube das Leben hält auch die meisten Überraschung beim Treiben lassen bereit 😉

        Liebe Katja,
        So wie du schreibst, hat ein Stück von dir schon mit dem Fach Germanistik abgeschlossen. Ich finde es immer bewundernswert, wenn Menschen an der Uni so früh feststellen, dass ihr Fach nichts für sie ist.Etwas anzufangen (auch das Falsche) hilft einem jedoch immer den richtigen Weg zu finden. Du hast eine andere Idee, die dich fasziniert. Nimm sie wahr! Sollte dies auch nicht der richtige Weg sein, biegst du nochmal ab und nochmal. Das Leben findet immer seinen Weg und so auch du.

        Das habe ich nach dem Schreiben auch festgestellt und wieder einmal bemerkt, wie sehr es mir hilft 🙂
        Ich bin gespannt wie das Ganze in einem Jahr aussieht 🙂

        Ich kenne das zu gut. Als ich vor knapp zwei Jahren mein Heilpädagogikstudium anfing, hatte ich so viel Lust darauf, war voller Tatendrang. Jedoch machten mir persönliche Probleme einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Die Vorlesungen erinnerten mich viel zu sehr an meine Schulzeit, der Stoff war trocken und geprägt von Fachwörtern, die ich nicht verstand. Nun war ich seit Januar in keiner einzigen Vorlesung, meine Hausarbeit schiebe ich weiter vor mir her und befinde mich gerade in Süd Korea bei dem, was ich am liebsten tue: Babysitten. Aber bringt mich das wirklich weiter? In meinem Studium wohl nicht. In der persönlichen Entwicklung bestimmt. Ich versuche nun, die Zeit hier zu nutzen, um mir klar zu werden, wohin meine Reise gehen wird. Ein Studiumswechsel wird es wohl sein. Nur ist die Frage: Fernstudium, doch noch mal Uni oder Hochschule? Vielleicht doch eine Ausbildung?
        Ich hoffe, du kannst mit meinem Geschreibsel etwas anfangen. Auch wenn es nur die Gewissheit ist, dass du nicht allein damit bist. Ich umarme dich aus der Ferne.

        Es ist doch schön, dass du jetzt machen kannst was dir Spaß macht, solange du dir keinen zu großen Kopf über das Zurückkommen machst. Den Druck hatte ich damals auch und jetzt sieht man ja was daraus geworden ist.
        Dir auf jeden Fall alles gute auf deinem Weg <3

        Nunja, der Druck lastet schon auf einem, wenn man täglich vor Augen geführt bekommt, wie Leute, die 5 Jahre jünger sind ihr Leben mehr geschissen (entschuldige die Ausdrucksweise) bekommen, als man selbst.. Aber naja. Danke dir. ;D

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