Sommerblues ist wohl das Wort, welches meinen Gemütszustand der letzten Tage am besten beschreibt. Ich wollte nicht mehr. Und ich konnte auch nicht mehr. Alles ist über mir zusammengestürzt und ich habe keinen anderen Ausweg gefunden, als die Vorhänge zu schließen und mich im Auto mit blöden Filmen einzukuscheln.
Regen und Kälte, dieses Wetter habe ich hier erwartet. Ihr wisst, wie sehr ich mich darauf gefreut habe endlich wieder zu arbeiten und wie gut alles anfing. Neue Menschen, eine unglaubliche Umgebung. Aber dann hat sich der Himmel gelichtet. „Can you see the round yellow thing?“, fragte mich eine Einheimische, „We call it sun.“ Diese Sätze waren der pure Ausdruck dafür, wie oft man hier mit gutem Wetter rechnet – eigentlich gar nicht.
Und während alle damit begannen sich einzucremen, Witze zu reißen und die Sonne zu genießen, zog ich die Vorhänge am Auto zu und wusste nicht wirklich wohin mit mir. Ich fühlte mich schlecht. Schlecht bei dem Wetter nicht motiviert einen Ausflug zu unternehmen, schlecht bei dem Wetter nur auf Arbeit zu sein – einfach alles fühlte sich an diesen Tagen falsch an.

Ich begann damit zu viel nachzudenken – das war mein Fehler. Ich habe Situationen immer wieder in meinem Kopf abgespielt und sie später wieder verworfen. Ich habe mir Sinnfragen gestellt und keine Antworten gefunden. Ich wusste einfach nicht wohin mit mir.
Noch dazu hat mich der Alltag mit voller Wucht von den Beinen gerissen. Ja, ich habe mich sehr danach gesehnt einen festen Tagesablauf zu haben und ja, ich wollte das hier und bereue es auch immer noch nicht. Aber auf einmal wurde es jeden Morgen schwerer sich aufzuraffen um einen blöden Campingplatz zu säubern und ich war einfach nur noch genervt davon.

Ich habe mich im Mitleid gebadet, wollte niemanden an mich heranlassen und höre mich gerade an wie eine blöde Heulsuse, das seh ich selber ein. Aber manchmal ist das einfach okay. Dann ist es okay bei sonnigem Wetter liegen zu bleiben um eine Liebesschnulze zu sehen und es ist auch okay ein paar Tage schlecht gelaunt durch das Leben zu gehen. Ich brauche das manchmal.
Gestern Abend lag ich zusammen mit meinem Freund im Bett und habe mich beschwert wie blöd alles zur Zeit läuft und ich nicht mehr zufrieden mit unserem neuen zu Hause bin. In genau diesem Moment tröpfelten ein paar kleine Tropfen auf unser Dach. Es hat wieder angefangen zu regnen und bisher auch nicht damit aufgehört. Das hat mich wieder glücklich gemacht.

Vielleicht wusste ich auch einfach nicht wie ich mit dem Wetter umgehen soll – habe mich deshalb verkrochen in meiner Höhle. Aber im Endeffekt ist das auch egal. Jeder hat mal ein Tief und jeder sollte auch dazu stehen. Denn es ist okay am Boden zu sein und nicht mehr weiter zu wissen, ich kenne jetzt noch keine Antworten auf meine Fragen der letzten Tage. Wichtig ist es nur nach vorn zu schauen bis der Regen wieder leise auf das Dach tropft.


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Outiftdetails // Kleid: Huffer (neuseeländische Marke) // Schuhe: Vans


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KOMMENTARE

Unglaublich tolle Bilder! Wow ich liiiebe den Hintergrund und das Kleid ist wunderschön und deine Haare, einfach alles perfekt! *-* (Sorry fürs rumwundern aber sie sind einfach zu schön 😀 ) Am liebsten würde ich jetzt ins Flugzeug steigen und diesen wunderschönen Ort suchen um dort auch Fotos zu machen 😀 du hast einfach immer so schöne Fotolocations
Bei mir ist es eigentlich immer anders herum. Ich bekomme bei grauem Wetter schlechte Laune und wenn die Sonne scheint dann geht es mir sofort besser 🙂
Wenn ich deine Bilder sehe, dann freue ich mich immer noch mehr darauf endlich mit der Schule fertig zu sein und auch zu Reisen (ich möchte nach Australien 🙂 ) und dort hoffentlich auch so tolle Bilder zu machen 😀 falls ich einen guten Fotografen finde, deiner ist wirklich gut 😛
Liebe Grüße und gute Besserung (sagt man das bei Sommerblues auch so 😀 )
Pauline 🙂

http://www.mind-wanderer.com

wunderschöner Beitrag meine Liebe & die Fotos sind der absolute hammer! Jeder Menscj braucht schlechtere Tage, um einfach mal alles raus zu lassen, sich über alles aufzuregen & sich selbst verloren vorzukommen. Dann macht man weiter, motiviert sich wieder & akzeptiert das, was einen in letzter Zeit so runtergezogen hat. Aufstehen ist das Wichtigste, fallen dürfen wir so oft wir wollen 🙂

Liebste Grüsse an dich!

Du hast Recht, Aufstehen ist das Wichtigste!
PS: Ich liebe deinen Blog 🙂

Ich kenne das auch und grade wenn das Wetter schlecht ist, ist es noch schlimmer. Freue mich so auf den Sommer
Liebe Grüße Michelle von beautifulfairy

Ich kenne das, manchmal hat man einfach schlechte Laune. Sowas passiert eben 🙂 Und dann darf man sich auch zurückziehen, um wieder Kraft zu tanken!
Dir weiter alles Gute!

Liebe Grüße,
Missi von Himmelsblau