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        Lärm, Schnelligkeit, stinkende Luft. Riesige Gebäude. Der schon von mir erwartete Kulturschock machte sich schneller in mir breit, als ich es jemals erwartet hatte. Ja, mitten aus dem Nichts und meiner lieb gewonnenen Idylle nach Hamburg und Berlin zu reisen war nicht meine beste Idee, brachte mich aber wieder einmal dazu etwas zu hinterfragen.
        Selten zuvor wurde mir auf solch eine brutale Art und Weise gezeigt, wie voll und schmutzig Städte sind und selten zuvor spürte ich diesen Egoismus in mir so stark. Meine Momente, genau jene die ich vor einigen Stunden noch allein auf einer Wiese oder im Feld verbracht hatte, musste ich auf einmal mit einer Masse an Menschen teilen, dass ich mich richtig Unwohl fühlte, vor allem während mich immer wieder ausgefahrene Ellenbogen trafen.

        Die Städte waren so laut und mit unglaublich viel Konsum und Menschen vollgestopft, dass neben vielen Zweifeln auch wieder grundlegende Fragen in mir aufkamen die ich glaubte schon vor langer Zeit beantwortet zu haben.
        Immer wieder flogen sie durch meinen Kopf: „Was mache ich hier? Was bringt mir das Ganze? Warum fühle ich mich nicht wohl und was muss ich daran ändern um mich besser zu fühlen?“

        Ein urlaub in der Stadt ergibt für mich zur Zeit gerade keinen großen Sinn mehr. Gebäude zu besichtigen für dich sich jemand sehr groß fühlt, obwohl an genau dieser Stelle ein wunderschönes Stück Natur wachsen könnte, sich Inspiration für Mode holen die dann überflüssig in den Kleiderschränken hängt, Menschenmassen die den Stressfaktor erhöhen, teures Essen, teure Unterkünfte, viel Unpersönlichkeit. Das alles ist gerade nicht meine Welt.
        Ich brauche Auszeiten von meinem eigenen Leben und meinen sowieso schon kreisenden Gedanken und keine neuen, überflüssigen Reize mehr.

        Aber alles passiert aus einem bestimmten Grund ist das Motto, welches ich mir gerade sehr zu Herzen nehme und aus jeder Situation möchte das Bestmögliche herausgeholt werden.
        So auch diesmal, denn ich verbrachte trotzdem viele wunderbare Stunden mit wunderbaren Menschen. Und immerhin weiß ich jetzt, wo die Reise das nächste Mal erst einmal nicht hingeht.

        HAMBURG

        BERLIN

        Locations: Hamburg, Berlin
        Kamera: Canon EOS 6D
        Objektiv: 24-105mm
        Bildbearbeitung Tutorial (hier)

        4 COMMENTS

        Ich finde das witzig, wie das bei mir total umgekehrt ist. Ich brauche auch meine Freiheit und meine Luft, aber genau die finde ich in Städten. Dazu muss man sagen, dass ich auf dem Dorf aufgewachsen bin und das immer als kleines „Gefängnis“ empfunden habe. Natur, weite Felder, nichts – das liebe ich auch. Aber irgendwie brauche ich dieses untergehen können, anonym werden können in der Masse. Wobei ich sagen muss, dass mich sehr große Städte, wie Hamburg und Berlin nicht unbedingt reizen. Da brauche ich Kleinstadtflair.
        Aber immer wieder interessant zu sehen, wie anders Menschen über die gleiche Sache fühlen.

        Liebe Grüße
        Joana

        Ich blogge selbst seit einiger Zeit und das Schreiben macht mir richtig viel Spaß, aber was das Lesen angeht, habe ich nie Motivation mir die Posts von andere „einfach so“ durchzulesen. Meist schau ich mir die Texte von anderen nur an, wenn ich nicht weiter komme. Bei dir ist das anders 🙂 ich bin zwar noch ganz neu hier, aber deine Beiträge gucke ich mir gerne an! 🙂

        ich kenne die gefühle und fragen, die du in über berlin beschreibst, nur lebe ich in berlin..

        schöner blog

        Du sprichst mir voll aus der Seele, wobei die Häuser kann man nicht mehr umsetzen,die stehen da ja schon doch man könnte sie mehr verhübschen mit zb: mehr Gras, kleinen Sträuchern, Bäumen, Blumen usw. War jetzt 3tage bei einem Lieblingsmenschen sie wohnt sehr idyllisch, und mir fehlt schon nach der ersten Nacht Zuhause, die stille und die Vögel die mich morgens geweckt haben. Stadt ist einfach voll für die Katz dreckig schmutzig und Gestank und irgendwie fühlich mich dort nicht wohl :/

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