Feb
26
17

Photographie: Selbstportraits mit Stativ

Herzlich Willkommen zum ersten Teil meiner neuen Fotografie-Serie. Ich weiß, dass ich kein Profi bin, keine Ausbildung habe und mir mein gesamtes Wissen selbst angeeignet habe, aber ich möchte euch trotzdem mit in meine Welt nehmen. Meine Tipps&Tricks weitergeben und zeigen wie meine Bilder entstehen. Von Anfänger zu Anfänger also.
Vor ungefähr 3 Jahren habe ich angefangen Selbstportraits zu machen. Ich habe mein Handy im Baum versteckt und bin wie eine Irre herumgerannt, damals gab es nur die 10 Sekunden Selbstauslöser-Funktion. Später dann nahm ich mir die Canon EOS 450D von meinen Eltern, kaufte mir auf Amazon ein Billigstativ und bekam schlussendlich meine eigene Canon 700D zu Weihnachten. Mittlerweile habe ich mir die Canon EOS 6D zugelegt und immer wieder Freunde gefragt ob sie Bilder von mir schießen – das Stativ ist aber trotzdem geblieben.

Ich weiß nicht warum, aber für mich hat es eine beruhigende Wirkung allein loszugehen, einen schönen Ort zu finden und mein klappriges Gestell aufzubauen. Auch wenn es anstrengend ist im selben Moment Fotograf und Model zu sein fühle ich mich auf diese Weise am wohlsten und kann die meisten Gefühle zeigen. Ich bin dann gefangen in meiner kleinen Welt und kann mich ausdrücken, wie ich es mit einem Beobachter nie könnte.
Und aus diesem Grund möchte ich meine kleine Fotografie-Serie mit Selbstportraits und einem Stativ beginnen. Denn ich finde es ist ein guter Anfang einzusteigen wenn man weder Models, noch Fotografen kennt und trotzdem etwas wundervolles kreieren möchte. Außerdem war es auch mein persönlicher Einstieg in die Fotografie.

Der richtige Ort
Jedes gute Bild steht und fällt nicht nur mit der Person darin, sondern auch mit dem Hintergrund. Darüber möchte ich auch noch einmal einen Extrapost schreiben. Kulissen finden, Locations suchen und natürlich das richtige Licht einfangen. Für den Anfang würde ich euch aber auf jeden Fall einen schattigen Ort und ein Stück Natur ohne große Menschenmassen empfehlen.

Die Einstellungen
Wenn ich meinen passenden Ort gefunden habe, baue ich mein Stativ auf und mache erst einmal ein paar Probefotos. Ich schaue wie das Licht aussieht, in welchem Winkel und wie hoch ich die Kamera einstellen muss und welche Körperteile überhaupt gerade zu sehen sind. Dafür bekommt man mit der Zeit ein wirklich gutes Gefühl, ich brauche nicht einmal mehr 2 Minuten. Allerdings wechsle ich auch zwischendurch die Perspektive und den Bildausschnitt um etwas Abwechslung in eine Bilderreihe zu bekommen.
Meine Kamera lasse ich dabei einfach im P-Modus und die Helligkeits- und Blendeneinstellungen auf 0, beziehungsweise den ISO-Wert im Automatikmodus. Jedoch fotografiere ich in RAW-Dateien um später mehr Freiheit bei der Bearbeitung zu haben.

Das Bild
Beim Bild selbst ist es für mich die größte Schwierigkeit den Auslöser in der Hand zu verstecken ohne diese komisch aussehen zu lassen. Einfacher ist es wenn man eine Hosentasche oder Jackentaschen hat wo man ihn einfach reinfallen lassen kann, oft lasse ich ihn aber auch schnell auf den Boden fallen wenn ich beide Hände für eine Pose brauche. Mein Selbstauslöser hat die Funktion einmal sofort auszulösen, ich nutze aber lieber den 2-Sekunden-Countdown und Pose, Gesichtsausdruck und das Verstecken in der Hand auf die Reihe zu bekommen.

Wenn doch mal jemand vorbeikommt
Ja, am Anfang ist dieser Moment richtig unangenehm. Wenn doch mal jemand spazieren ist und einen beim knipsen erwischt. Ich bin anfangs bei jedem kleinen Geräusch zu meiner Kamera gerannt und habe so getan als würde ich die Landschaft fotografieren, weil mir dieser Einblick in meine „Kunst“ zu intim war. Mittlerweile lächle ich den Leuten aber nur noch zu und mache eine kleine Pause um sie vorbeigehen zu lassen. Denn mal ganz ehrlich die vorbeilaufenden Menschen beißen nicht und sind auch nur neugierig. Eine große Portion Selbstbewusstsein hat mich aber auch eine vorbeilaufende Frau gegeben, welche mich ausgefragt hat und mein Projekt am Ende ziemlich toll fand.

Im Endeffekt klingt das Fotografieren mit dem Stativ doch etwas einfacher als es wirklich ist, denn man muss auf viele Dinge gleichzeitig achten. Ist das Bild auch wirklich scharf? Ist auch wirklich das zu sehen was ich zeigen möchte? Habe ich nebenbei noch meinen Körper einigermaßen unter Kontrolle?
Anfangs war ich auch überfordert mit dieser Masse an Dingen, aber mit der Zeit habe ich, wie schon geschrieben, angefangen diese Momente zu genießen. Denn wenn man sich selbst fotografiert weiß man auch sofort was man erreichen möchte, welche Stimmung man ausdrücken will und wie das Endprodukt aussehen soll.

Ich hoffe meine Tipps haben euch weitergeholfen und auch etwas Mut gegeben das Ganze einfach einmal selbst auszuprobieren. Schreibt mir gern einen Kommentar wenn ihr noch etwas wissen wollt oder euch andere Tutorials wünscht.


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18 COMMENTS

Danke für die tipps!
Die Bilder sind sehr schön geworden .
Ich War früher Hobbyfotografin und habe mich für Fotografie interessiert.
Habe früher jeden tag Fotos gemacht es hat mir sehr viel Spaß gemacht.,denke daran wieder mit Fotografie anzufangen.
Lg didy :*
http://didyro.blogspot.de/2017/02/tag-leapsa-travel-reisen-calatorie.html?

Danke dir. Ich finde du solltest einen Neustart wagen. 🙂
Liebst, Katja

Wie immer sehr schöne Bilder!
Mir ging es am anfangs genau wie dir mit den vorbei laufenden Menschen, aber mittlerweile kümmert mich das auch nicht mehr. Mich hat auch mal eine Frau angesprochen, die das ganz toll fand und mit der ich dann ins Gespräch gekommen bin 😀

So ging es mir auch. Man wird mit der Zeit einfach selbstbewusster.
Liebst, Katja

Ich freue mich riesig über deine neue Fotoreihe! Ich habe auch schon mehrmals alleine mit Stativ und Auslöseknopf Fotos gemacht und finde auch das das richtig super funktioniert und total praktisch ist 🙂 am Anfang braucht man ein bisschen Zeit um sich einzufinden, aber am Ende können wirklich schöne Bilder rauskommen… du bist das beste Beispiel! ;D
Freue mich schon auf die nächsten Posts
Liebe Grüße
Pauline <3

Danke dir 🙂 Ich finde es ist wirklich eine tolle Sache, vor allem wenn man am Anfang nicht immer jemanden fragen will.
Liebst, Katja

Wirklich wunderschöne Bilder! Im Fotografieren bist du echt talentiert.mach weiter so <3
LG

Die Farben und die Belichtung sind so klasse!

Richtig toll geschrieben. Mir geht es heute noch so, dass ich vor die Kamera renne und so mache, als würde ich die Landschaft aufnehmen. Wobei es sich schon gebessert hat. Manchmal bleibe ich auch einfach vor der Kamera stehen.
Liebe Grüße Michelle von beautifulfairy

Ich wusste gar nicht, dass du auch Bilder mit Stativ machst. Aber mit der Zeit wird man auf jeden Fall mutiger.
Liebst, Katja

Wow mega schön! <3
Ich hab in Australien auch viel mit Stativ fotografiert. Am Anfang gar nicht so leicht, aber am Ende echt cool, weil keiner genervt ist, wenn man man etwas länger braucht 😀

Ich wünsche dir einen wundervollen Tag <3
Liebst, Sarah von Belle Mélange
belle-melange.com

ich liebe deine selbstportraits. die location ist perfekt ausgewählt für dein outfit und deinen gesamtlook.
mit stativ habe ich am anfang meiner bloggerzeit viel fotografiert, aber seit ich mit fotografen zusammenarbeite fotografiere ich kaum noch mit selbstauslöser. sollte ich mal ändern!

liebe grüße
dahi

p.s. schau auf meinem blog vorbei – es gibt die möglichkeit einen von 5 preisen zu gewinnen, unter anderem vom chanel und jord woodwatches!
http://www.strangeness-and-charms.com/2017/03/shooting-giveaway-celebrate-strangeness.html

Lisa

Vielen Dank für deine Inspirierenden Posts :). Du strahlst eine große Natürlichkeit aus mit dem was du schreibst und wie du fotografierst.
Ich wollte dich fragen, ob du im Moment immer noch die Canon 6D benutzt und vor allem welche Objektive du am liebsten hast :).
stay blessed,

Lisa

Ich benutze das 25-104mm Objektiv als Allrounder am Liebsten und möchte für Portraitaufnahmen von dem 50mm auf das 85mm umsteigen. Ich hoffe das hilft dir!
Liebst, Katja

ANKI

Hey, sag mal ich hab in deiner Story gelesen, dass du mit deinem Handy den Auslöser betätigst? Hast du da was an die Kamera moniert und eine App dazu? Ich kenne nur die typischen Selbstauslöser mit Fernbedienung..

Dankeee für deine Antwort!
Liebe Grüße

Ich verbinde dann die Kamera über WLAN mit dem Handy und benutze die Canon App 🙂

ANKI

aaaah wie gut! Das kann meine Kamera gar nicht 😀 da muss ich mal recherchieren.
Danke!!

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