Mrz
10
17

Photografie: Die richtige Location (mit Sara & Natascha)

Ja, vielleicht bin ich gerade nicht in der richtigen Situation um über den perfekten Ort für ein paar Fotos zu schreiben. Immerhin braucht man hier in Neuseeland nur aus der Haustür fallen und hat wunderschöne Berge, einen See, das Meer oder einfach nur die gelben Gräser vor sich. Trotzdem möchte ich euch meine Tipps mitgeben, denn in den letzten Jahren habe ich gelernt im Bildformat zu denken.
Im Bildformat denken, ja, es ist tatsächlich möglich. Tatsächlich fange ich schon im normalen Alltag damit an mich nach geeigneten Orten umzuschauen und sobald ich nach draußen gehe und einen schönen Platz suche, denke ich sofort in dem Ausschnitt, welcher am Ende mit meinem Objektiv und meiner Kamera zu sehen sein wird. Da kann das Dach eines Hauses noch so schön sein, man muss einfach daran denken, dass das Model auf dem Boden steht und genau dieses schöne Dach nicht zu sehen sein wird. Aber fangen wir von vorne an:

1. Persönlichkeit und Farben
Tatsächlich ist der erste Schritt ziemlich einfach. Ich schaue was und vor allem wen ich fotografieren möchte, welches Outfit er gewählt hat und vor allem welche Person er für mich darstellt. Bei einem Model im weißen Kleid und Blumenkranz würde ich zum Beispiel eher einen Platz in der Natur wählen, trägt jemand dagegen eine Lederjacke und Boots, würde ich einen coolen Platz in der Stadt suchen. Allerdings kann man an dieser Stelle auch einen super Stilbruch schaffen und einfach etwas Neues probieren. Wichtig ist es jedoch sich klarzumachen, was man mit seinem Foto ausdrücken will und welche Stimmung es widerspiegeln soll.

2. Das Format
Ich habe es schon am Anfang erwähnt, man sollte unbedingt darauf achten welches Format die Kamera aufnimmt und welcher Bildausschnitt zu sehen sein wird. Manchmal können durch die richtige Perspektive und den richtigen Ausschnitt unscheinbare Orte zum Leben erwachen, manchmal zerstören überfüllte Locations aber auch das Bild. Ich glaube, dass man sich mit der Zeit gut vorstellen kann wie das Gesamtbild auf der Kamera aussieht und welche Orte gut geeignet sind.

3. Lichtverhältnisse
Ja, man hört es immer wieder – Licht ist eine Grundvoraussetzung und mit ihm steht und fällt ein gutes Foto. Ich habe schon einmal geschrieben, dass ich für den Anfang schattige Plätze empfehlen kann und man sich nicht immer über einen schönen Tag mit Sonne freuen kann. Persönlich fotografiere ich gern an bewölkten Tagen um auf der sicheren Seite zu sein, in letzter Zeit habe ich aber auch Sonnenuntergänge für mich entdeckt. Durch das Fotografieren mit Gegenlicht entsteht eine wunderbare Stimmung.
Generell solltet ihr darauf achten, dass das Licht keine harten Schatten wirft (in manchen Fällen kann es aber durchaus ein gutes Stilmittel sein) oder das Model direkt in die Sonne schaut und ständig blinzeln muss. Mir hilft es auch wenn ich darauf achte, dass die Sonne leicht schräg hinter meiner Schulter steht (auch an bewölkten Tagen).
Das Licht wird also passend zur Location ausgewählt und ich achte dann darauf auch zur richtigen Tageszeit vor Ort zu sein.

4. Die Zuschauer
Professionelle Fotografen und Models müssen diesen Punkt vielleicht nicht mehr beachten, für mich ist er aber tatsächlich ziemlich wichtig. Ich wähle immer ruhige Orte ohne Spaziergänger, vorbeifahrende Autos oder sonstiges Störfaktoren aus. Vor allem da ich gemerkt habe, dass entweder ziemlich oft gestoppt werden muss um im Hintergrund keine Gesichter zu sehen oder sich das Model unwohl fühlt. Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich eher Menschen fotografiere die das erste Mal vor der Kamera stehen und sich sowieso schon unwohl fühlen. Man muss es ihnen dann nicht noch schwerer machen, oder?

Als ich also Sara und Natascha fotografiert habe, bin ich mit ihnen an einen ruhigen Ort in der Natur gefahren, da sie Beide durch Neuseeland reisen und froh waren eine Abwechslung von ihren Handyfotos zu haben. Sie sind Beide ebenfalls Backpacker und was wäre damit besser als ein kleines Stück von der Natur Neuseelands zu nutzen?
Im Endeffekt war vor unserem Treffen weder klar was sie anziehen werden, welchen Charakter sie haben (wir trafen uns das erste Mal) und in welche Richtung die Fotos gehen werden. Ich wählte ganz einfach ein Feld mit Bergen im Hintergrund, die man am Ende leider zwischen den Wolken nicht gesehen hat, und versuchte die letzten Tagesstunden einzufangen. Unkompliziert und vor allem natürlich. Denn bei aller Planung die man sich im Vorfeld machen kann, oft entstehen die schönsten Bilder ungeplant und voller Emotionen.


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8 COMMENTS
ella

hey! ich bin sonst still, aber heute nicht, das sind wunderschöne bilder. dein blick ist besonders, bitte glaub mir das und gewinne so vielleicht noch etwas mehr selbstvertrauen, egal, was gewisse leute an dir immer missverstehen wollen und werden, bezug zum letzten artikel. auf mich persönlich wirkst du wie ein einfühlsamer mensch, denn das entnehme ich daraus, wie du mit fotografie arbeitest. in vielen deiner texte erkenne ich mich auf gewisse weise wieder, und sei es nur eine zeile, die mir aus der seele spricht. vielleicht liegt es auch daran, dass ich einen deiner pullis auch hab. nee, unsinn. das ist eine bewundernswerte und leider selten gewordene eigenschaft, behalte sie und die umsetzung bei und lass dich nicht runterziehen.
mach weiter so, wenn es dir weiterhin freude bereitet. ich freue mich immer, wenn hier ein neuer beitrag kommt. euch noch eine schöne zeit. c:

Hey,
danke für deinen lieben Kommentar. Hast du damals beim Blogsale mitgemacht? Ich freue mich, dass du ihn immer noch gern hast.
Liebst, Katja

Wow ! Das sind echt tolle Bilder. Perfekt auch vom Licht :>
Generell gefällt mir dein Blog sehr !
Liebe Grüße
Josi
http://www.josiiffashion.com

Danke, die Beiden waren wirklich wunderbar!
Liebst, Katja

Wahnsinn, die Fotos sehen wirklich bezaubernd aus 🙂 Gefällt mir gut!

Ines

toller Post! die Qualität deiner Bilder ist der Wahnsinn!
xx
http://soglitteryandgolden.blogspot.de

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