Mrz
26
17

Photografie: Bildbearbeitung

Ich glaube dies ist wohl das angefragteste Thema meiner Fotografiereihe. Deswegen möchte ich an dieser Stelle noch einmal erwähnen, dass ein gutes Bild die Grundvoraussetzung für eine gute Bildbearbeitung ist. Man kann zwar viel retten, aber vor allem der Ausdruck, die Stimmung und das Thema sollten im Bild schon erkennbar sein.

Grundlegend sei gesagt – ich bearbeite alle Bilder einzig und allein mit Lightroom. Für eine Woche habe ich die Probeversion von Photoshop benutzt um die Augen auf manchem Porträts etwas aufzuhellen, aber Lightroom ist und bleibt mein absoluter Favorit.
Ich benutze als Grundlage verschiedene Presets (eine Art Effekt die man auf das Bild legen kann), welche meistens von Julia Trotti, VSCO oder India Earl stammen. Mehr dazu aber unter jedem einzelnen Bild.

1. Schwarz-Weiß

Dieses Bild ist im Sonnenuntergang entstanden und da die Sonne schon ziemlich tief stand ist es auch relativ dunkel. Ein Grund weshalb ich gern in RAW fotografiere, denn dadurch kann man noch viel aus einem Bild herausholen.
Als Grundlage habe ich hier das INDIE BW 02 Preset von Indie verwendet, hier die weitere Schritt für Schritt Anleitung.

– Belichtung erhöhen (+0,09)
– Tiefen ein kleines Stück erhöhen (+50)
– Lichter verringern (-100)
– Kontrast erhöhen (+40)

Und das war es auch schon. Ziemlich einfach, weshalb ich auch immer wieder genervt bin, wenn man mich nach der Bildbearbeitung fragt – es ist keine Kunst, vor allem da ich meine Bilder natürlich lassen möchte.

2. Farbig

Diesmal ein Beispiel in Farbe. Zum Einsatz ist dafür ein Preset von VSCO gekommen, allerdings habe ich sie für mich nach dem Kauf umbenannt um sie besser auseinander halten zu können und weiß den richtigen Namen nicht mehr. Es war aber auf jeden Fall eines, welches mit 400 endet –  übrigens  meine Liebsten! Hier die weiteren Details:

– Lichter verringern (-100)
– Schärfen (Betrag auf +80)

Lichter auf -100 drehen gehört zur Standardbearbeitung meiner Bilder. Ich mag es einfach, wenn die Bilder von innen leuchten und die Farbe des Gesichts nicht glänzt, keine Ahnung wie ich das ausdrücken soll. Bei Bildern dieser Art erhöhe ich auch oft noch die Temperatur damit es etwas bräunlicher wirkt, aber bei diesem waren die Vorraussetzungen ganz gut.

Wie ihr seht steckt wirklich keine große Kunst dahinter. Für mich die Bildbearbeitung eher ein Teil der am Ende einfach gemacht werden muss, wirklich Spaß habe ich noch keinen daran gefunden. Mir ist es viel wichtiger etwas auszudrücken und dieser Teil findet eher während eines Shootings statt (es sei denn man ist Photoshopexperte – und der bin ich leider nicht).
Am Anfang war es für mich wirklich schwierig die passenden Presets zu finden und ich glaube dabei sollte sich jeder selbst Zeit lassen, denn dadurch definiert man auch seinen eigenen Stil. Ich weiß, dass ich damit niemandem ein Geheimnis verrate und nicht wirklich individuell arbeite, manche Fotografen sitzen stundenlang vor dem Computer, aber dieser Teil ist der unangenehmste für mich und deshalb möchte ich ihn schnell und einfach vom Tisch haben. Presets sind dafür eine gute Alternative.

Ich hoffe auf jeden Fall, dass ich trotzdem einige Fragen beantworten konnte. Hier kommen jetzt noch ein paar weitere Vorher-Nacher-Bilder, damit ihr einen Eindruck der Rohdateien bekommt. Ich habe sie alle mit den erwähnten Presets bearbeitet. Habt ihr noch Wünsche für weitere Beiträge dieser Art?


SPENDEN

Ich möchte meinen Blog unabhängig von Affiliate-Links, gesponserten Beiträgen und Kooperationen, welche nicht zu mir passen, laufen lassen. Wenn euch dieser Beitrag gefallen hat würde ich mich deshalb sehr über eine kleine Spende von euch freuen. Mehr dazu erfahr ihr hier.




SPENDEN

Ich möchte meinen Blog unabhängig von Affiliate-Links, gesponserten Beiträgen und Kooperationen, welche nicht zu mir passen, laufen lassen. Wenn euch dieser Beitrag gefallen hat würde ich mich deshalb sehr über eine kleine Spende von euch freuen. Mehr dazu erfahr ihr hier.


PREVIOUS POST
NEXT POST
Read Comments
Hide Comments
13 COMMENTS

Du hast Recht Bildbearbeitung ist keine Kunst im engen Sinne, allerdings brauchen wir ab und zu eine Anleitung wie man tatsächlich so simple Fotos bearbeitet 😀
Die bearbeiteten Fotos sehen super aus! 🙂

Wow das ist echt spannend und eigentlich ganz einfach 😉 Ich bewundere dein Talent so sehr <3

Also dann hast du einfach sozusagen die ca. 200 Euro für Presets investiert und passt sie dann noch gegebenenfalls an? Würdest du das weiterempfehlen?

Liebe Grüsse
Michaela

Für mich ist es die beste Variante, aber ich denke das muss jeder für sich rausfinden. Du kannst es ja erst einmal ohne probieren und sehen wie weit du kommst.
Liebst, Katja

Danke für deinen Einblick. Es ist ja wirklich meist nicht schwer, aber ich bin immer neugierig wie es andere Menschen mit der Bildbearbeitung machen. 🙂

Anne

Und ist es schwer, solche Presents selbst zu erstellen? Weil ansonsten kostet das ja schon eine Stange an Geld mit der Zeit oder? Sehr schöne Bilder + passende Bearbeitung 🙂

Nein, schwer ist das gar nicht. Man keine seine eigene Bearbeitung ganz einfach als Preset abspeichern, ich habe aber nie das erreicht was ich wollte. Dafür, dass man einen einmaligen Preis dafür bezahlt lohnt es sich in meinen Augen schon.
Liebst, Katja

Patty

Unfassbar was man alles mit Bildern anstellen kann ! Es macht mir total Spaß Bilder zu bearbeite um das Beste herauszuholen !
Super tolle Beispiele !

Liebe Grüße
Measlychocolate by Patty
Measlychocolate now also on Facebook

Ich finde es immer richtig spannend,wie andere Blogger ihre Bilder bearbeiten 🙂
Aber ich finde, dass deine Bilder wirklich sehr professionell aussehen!
Mach weiter so ;*
Liebe Grüße

Das finde ich ehrlich gesagt auch, aber keiner will mit der Wahrheit rausrücken 😀
Liebst, Katja

Amelie

Hi Katja,
Danke für die kurze Anleitung, die ja wirklich mehr als simpel ist ;D
Welche Version von Lightroom nutzt du denn & kannst du sie empfehlen?

Alles liebe, Amelie

Add Comment

TYPE AND HIT ENTER