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        Wisst ihr, ich habe lange gebraucht um zu verstehen, was ich mit meinem Blog eigentlich erreichen möchte. Ich stand immer im Konflikt mit mir, ich stand immer in der Sparte Mode- und Lifestyleblogger obwohl ich dort gar nicht dazugehören wollte. Als ich begriff, dass dieser Blog nicht etwa um Mode, Lifestyle oder Reisen, sondern einfach nur um meine persönlichen Gedanken gehen soll und begann ich ihn schlicht und einfach als persönlichen Blog zu bezeichnen.
        Ich beobachtete die Szene um die persönlichen Blogs etwas genauer und begann langsam Gefallen daran zu finden. Und mit der Zeit begann ich zu verstehen, dass man auch die persönlichen Blogger noch einmal unterteilen sollte.

        Versteht mich nicht falsch, aber manchen BloggerInnen kaufe ich ihre „ehrlichen Gefühle“ einfach nicht ab. Ich sehe eher, dass es ein Trend geworden ist mit seinen Texten anzuecken, frei seine Meinung herauszusagen und eigentliche Tabuthemen anzusprechen. Was ich an sich nicht schlecht finde, da unsere oberflächliche Welt dringend etwas mehr Mut und Tiefgründigkeit benötigt.
        Aber genau dort liegt mein Problem. Ihr Leser verlangt immer mehr persönliche Details von uns Bloggern, ihr wollt immer mehr an unserem Leben teilhaben, was ich auch wirklich verstehen kann. Mir geht es nicht anders. Aber dieser Trend, der dadurch entstanden ist, hat in meinen Augen eine große Auswirkung auf die Texte vieler Blogs. Viele fangen an „persönlicher“ zu werden und bleiben doch alle gleich. Sie schreiben über Dinge die sie nicht wirklich beschäftigen, sondern bei denen sie ganz genau wissen, dass es Aufmerksamkeit gibt. Das die Leser am Ende kommentieren wie mutig es doch war diesen Artikel zu veröffentlichen.

        Ich lese mindestens einmal täglich wie jemand angefangen hat vegan zu leben (wofür ich auch niemanden verurteile, solange er dies wirklich aus Überzeugung tut), wie jemand auf Fast Fashion verzichtet (genau das Gleiche) oder gerade anfängt noch mehr tiefgründiges aus seinem eigenen Leben zu veröffentlichen. Auf einmal hat jeder Probleme mit seiner Figur, Menstruationsschmerzen oder Freunden und ich kaufe ihnen das einfach nicht mehr ab. Menschen fangen an ihren Blog als persönlich zu bezeichnen, nur weil sie am Valentinstag eine gesponserte Kette bekommen und erzählen müssen, wie sie ihren Freund lieben und kennengelernt haben. Warum lest ihr diese Blogs und warum begeistern sie euch? Merkt ihr denn nicht wie geheuchelt diese Texte geschrieben sind?
        Denn es gibt wirklich gute Blogs die sich schon ziemlich lange mit diesen Themen beschäftigen und bei denen ich als Leser weiß, dass sie auch hinter ihrem Wort stehen. Und ich finde man merkt einen deutlichen Unterschied, ob sich ein Blogger ernsthaft mit einem solchem Thema auseinandersetzten möchte, oder einfach nur weiter oberflächlich dem Trend folgt.

        Denn die meisten dieser Texte die mich wirklich zur Weißglut bringen, sind alle ähnlich aufgebaut und beinhalten alle den gleichen Inhalt. Und ihr Leser klickt diese Texte an wie Verrückte. Ich frage mich ernsthaft was euch dazu bewegt weiterhin trendgefüllte Blogeinträge zu lesen, wenn es zum gleichen Thema wirkliche Verfechter gibt. Leute die wissen wovon sie schreiben und nicht einfach Informationen der Kollegen übernehmen. Leute die sich einen eigenen Kopf machen und auch mal auf den Tisch hauen, aber nicht, weil sie damit einem Trend folgen, sondern weil sie etwas wirklich nervt.
        Ich habe wirklich kein Problem damit, dass mehr Menschen anfangen sich mit unserer Umwelt und ihrem Gewissen zum Beispiel beim Thema Mode auseinandersetzten. Im Gegenteil finde ich es gut, dass immer mehr Menschen versuchen bewusster zu leben. Aber dies sollten sie bitte auch aus Überzeugung machen und nicht für die Klicks.


        SPENDEN

        Ich möchte meinen Blog unabhängig von Affiliate-Links, gesponserten Beiträgen und Kooperationen, welche nicht zu mir passen, laufen lassen. Wenn euch dieser Beitrag gefallen hat würde ich mich deshalb sehr über eine kleine Spende von euch freuen, damit ich weiterhin Texte wie diese veröffentlichen kann. Mehr dazu erfahr ihr hier.




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        11 COMMENTS

        Alison hat es in ihrem Kommentar echt gut auf den Punkt gebracht: ‚wenn man die Masse ansprechen will, muss man sich wie die Masse verhalten‘.

        Man muss sich Gedanken darüber machen, WARUM man bloggt. Wenn man damit möglichst viel Geld verdienen will, muss man sich halt dem Massengeschmack anpassen, aber wiederum auch nicht so sehr, dass man in der Masse der angepassten Blogs untergeht.

        Wenn man bloggt, um sich radikal selbst auszudrücken muss man in Kauf nehmen, dass man erheblich weniger Leser und Einnahmen hat.

        Wenn einem die eigentliche Motivation fürs Bloggen nicht klar ist, ist es logisch, dass man sich irgendwann verliert.

        Wenn man seine Einzigartigkeit finden will, muss der Blick nach innen gehen und man muss immer wieder neu spüren, was sich wirklich wahr anfühlt. Die meisten schauen aber nach aussen, und vergleichen sich mit anderen, um so etwas über sich selbst rauszufinden.

        Wenn man das auslebt und schreibt, was für einen selber wirklich wahr und wichtig ist, dann kann man die anderen einfach so sein lassen wie sie sind, ohne sich aufzuregen. Und man kann auch sehr bewusst aud monetären Gründen über Trendthemen scheiben, aber innerlich distanziert davon bleiben.

        Ist natürlich gar nicht so einfach, weil im Grunde jeder danach strebt, gemocht und geachtet zu werden, und das drückt sich nun mal irgendwie auch in Likes und Aufmerksamkeit und Followern aus.

        VG,
        Anneli

        Ich stimme dir vollkommen zu, bis auf den einen Punkt mit der Aufregung. Natürlich muss man sein eigenes Ding finden und sich versuchen selbst auszudrücken, aber wenn man einmal in dieser „Szene“ drin ist vergleicht man sich glaube ich automatisch mit den Anderen. Genauso wie Firmen einen vergleichen, schaut man sich auch immer selbst nach links und rechts um. Und an manchen Tagen ist es eben deprimierend, dass man mit seiner Persönlichkeit weniger erfolgreich ist als die Masse mit ihren Trends. Das darf man sich aber nicht zu Herzen nehmen. Ich weiß was du meinst, dass man auf keinen Fall ständig aufgeregt über Andere lacht und ihnen keinen Erfolg gönnt, sondern jeden sein Ding machen lässt.
        Ist irgendwie ein ziemlich kompliziertes Thema. In meinen Augen sollte einfach jeder hinter dem stehen können was er im Internet präsentiert und das sind in meinem Fall keine Trends, sondern ehrliche Ansichten und Gedanken. Aber wie gesagt, jeder darf machen was er möchte und das akzeptiere ich auch. Ich hatte nur einen dieser Tage an denen die Scheinwelt mich extrem verärgert hat.
        Liebst, Katja

        Meine Meinung über Trends habe ich dir ja bereits bei Facebook mitgeteilt, dennoch wollte ich gerne noch mal hier ein paar andere Worte hinterlassen. Ich kann dich sehr gut verstehen. Auch ich nannte mich bis vor kurzem noch Fashionbloggerin. Ich schrieb unter anderem aber auch gerne Texte, die direkt aus meinem Kopf stammten, meckerte über Themen, die mich aufregten und verlor mich in dem Ganzen. Ich wollte einfach gelesen werden und tat deshalb Dinge, einfach weil ich das Gefühl hatte sie kamen gut an. Ich hatte immer im Hinterkopf das Wörtchen „Mehrwert“. „Was bringt es den Menschen meinen Blog zu lesen? Ich muss ihnen etwas bieten. Was ist gerade an gesagt?“ Zum Glück erkannte ich, dass ich mich selbst verloren hatte und löschte alle meine Blogposts, auch die, mit vielen Kommentaren und Aufrufen. Es befreite mich ungemein und ich fühle mich nun so frei und glücklich wie nie zuvor mit meinem Blog. Endlich kann ich tun und lassen, was ich will. Natürlich konnte ich das vorher auch, aber ich stand mir selbst im Weg.
        Eben weil ich es durchgemacht habe verstehe ich die Trend Blogger so gut. Sie wollen davon leben, sie wollen, dass viele Menschen sie lesen, also gehen sie mit dem Trend. Dann ist man halt vegan, macht Fotos von Avocado Broten und grünen Smoothies, kauft nur noch Second Hand ein und schreibt über Minimalismus, dann macht man ne Rucksack Reise alleine nach Bali und findet sich selbst. Jetzt nehmen sie alle wieder ab und misten ihren Kleiderschrank aus und die Menschen lesen das, weil es genau das ist, was sie derzeit bewegt. Wenn man die Masse ansprechen will, muss man sich wie die Masse verhalten und daran ist gar nichts auszusetzen. Es gibt halt Menschen, die wollen sich berieseln lassen, die schauen sich Sport Videos bei YouTube an, folgen Instagram Sport Models und schieben sich vor dem zu Bett gehen noch eine Tafel Schokolade rein. Es gibt viele Menschen, die lernen einen Beruf und tun das ihr ganzes Leben lang, lesen Blogposts von den tollsten Reisen und Abenteuer Urlauben, wünschen sich das auch, aber tun es nicht, weil sie Angst vor Veränderung haben. Deshalb sind solche Blogposts beliebt und wenn man das einmal verstanden hat ist das auch ziemlich klar. Die meisten Menschen sind viel zu feige um auszubrechen. Sie leben ihr langweiliges, ödes Leben und folgen Blogs von denen es Hunderte gibt. Der Markt ist da, stärker denn je, warum nicht seine Seele verkaufen für Klicks? 😀

        Zum Glück muss ich diese Spiel nicht mehr mitspielen und darüber bin ich sehr froh. Mich würde mal interessieren welche persönlichen Blogs du gerne liest.

        Puh, danke für diesen Kommentar. Ich finde es schwer dir zu sagen wie Recht du hast, denn dieses Bild will einfach nicht in meinen Kopf. Gut, dass wir es geschafft haben auszubrechen.
        Persönlich lese ich gern kleinstadtcarrie.net, obwohl da manchmal ein paar fragwürdige Kooperationen dabei sind und ansonsten angeladoe.de, annasnotizblog.de und valerieannala.com. Kennst du noch ein paar Andere?

        Ich habe foxesandfairies.com und bloomingveins.com vergessen 🙂

        Ich finde es immer spannend, wenn gerade im Mode-Bereich Themen Wellen kommen …
        Kaum hat einer der großen Blogs über Sex mit dem anderen Geschlecht berichtet – tun das 1000 der kleineren auch. Das Beispiel lässt sich auf so ziemlich alles übertragen. Auch bei Kooperationen bin ich immer wieder erstaunt: Es gibt nie nur einen Blog mit dieser einen Kooperation, sondern immer 100 mit dem so ziemlich gleichen Post. Manchmal frage ich mich auch was das soll …
        Deinen Blog lese ich unheimlich gerne! Du sprichst immer Themen an, die auch in meinem Kopf kreisen und ich finde dich als Person einfach sehr inspirierend.

        Liebe Grüße
        Justine

        Themen-Welle beschreibt den Zustand richtig gut. Und am Ende wundern sich die „kleineren“ Blogger warum keiner bei ihnen vorbeischaut. Komisch, wenn man das Thema nur übernimmt. Und mit den Kooperationen ist es nicht wirklich besser.
        Danke dir, ich schaue auch gern bei dir vorbei 🙂
        Liebst, Katja

        Du hast recht. Auch bei den Food Blogs ist es nicht anders. Deshalb steht meiner still, bis ich weiß wie es weitergeht für mich.

        Oh nein, selbst bei den Food-Blogs?
        Ich hoffe du findest bald eine Lösung für dich.
        Liebst, Katja

        Clean Eating, Super Foods, Zuckerfrei…. Statements. Alles wiederholt sich, so viele laufen den Trends hinterher.
        Wenn man das nicht macht, habe ich das Gefühl, dass man schnell raus ist.
        Die Qualität der Fotos oder der Rezepte geht da meiner Meinung nach oft unter.
        Natürlich gibt es auch da Ausnahmen, so wie Du das auch beschreibst und es ist auch nicht alles schlecht.
        Für mich wird es wohl irgendwann „bunter“ werden. Ich habe Lust mehr zu teilen, auch was mir durch den Kopf geht, was ich fotografiere, nicht nur wieder das gleiche Rezept wie auf zig anderen Blogs. Und wenn es am Ende nur für mich eine Art Tagebuch/Rezeptesammlung ist soll mir das reichen. Ich will nicht mehr, dass meine Beiträge erfolgreich werden sollen um jeden Preis, sondern um Authentizität.

        Warum kann man nicht einfach kochen worauf man Hunger hat?
        Ich finde deine Idee gut, man sollte sowieso nicht für die Öffentlichkeit schreiben, sondern für sich.
        Liebst, Katja

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