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        Irgendwie dreht sich beim Thema Mode gerade alles im Kreis. Entweder ich rechtfertige mich selbst dafür, dass ich noch Kleidung von zum Beispiel Topshop in meinem Schrank hängen habe und trage, oder ich gebe euch Tipps wie ihr fairer Einkaufen könnt, beziehungsweise stelle euch neue Marken vor. Ja, das ist vielleicht irgendwo mein Job als Bloggerin, aber ich finde dabei geht etwas sehr wichtiges verloren – der Spaß an der Mode.
        Damit meine ich auf keinen Fall, dass man sich in fairer Mode nicht wohlfühlen kann, aber ich möchte euch einfach daran erinnern mal ein bisschen in der Vergangenheit zu stöbern. Ich schaue mir oft alte Bilder an, im Moment vor allem aus Neuseeland, schaue in meinen Kleiderschrank und hole die Teile die ich damals trug wieder heraus. Einfach um das Gefühl noch einmal auf der Haut zu spüren, mich zu erinnern und auch um etwas neue Inspiration zu bekommen.

        Das Outfit welches ich euch heute zeigen möchte, trug ich in abgewandelter Form ziemlich oft in Neuseeland, zum Beispiel an diesen wundervollen Klippen. Gleich am Anfang meiner Reise besuchte ich in Auckland einen Topshop Laden, einfach weil ich noch nie in einem gewesen war, die Hosen aber schon über Jahre hinweg liebte. Sie haben einfach die perfekte Passform für mich, sind schlicht und alles was ich suche.
        Heraus kam ich nicht nur mit einer neuen Hose, sondern auch diesem weißen Top, zwei Teile die meine ständigen Begleiter waren. Und wisst ihr was?

        Manchmal gehe ich in einen Topshop Laden und manchmal sitze ich mitten in der Nacht vor meinem Laptop und bestelle unvernünftige Dinge. Ja, das ist scheiße und ja, das ist nicht das Bild welches ihr von mir haben sollt, weil ich ein Vorbild für euch sein möchte. Das klappt nicht immer, aber ich habe keine Lust mehr diese Seite von mir einfach unter den Teppich zu kehren.
        Ich weiß, dass ich diesen Text in einer schlechten Verfassung schreibe und vielleicht morgen wieder einen vernünftigeren Blickwinkel auf das Thema haben werde, möchte meine Gedanken aber trotzdem mit euch teilen. Weil ich manchmal wütend bin, manchmal verzweifelt und manchmal einfach unvernünftig. Das ist mein Leben und ich sollte eigentlich keine Angst davor haben auch diese Dinge zu zeigen. Nur weil das Internet einen davon abschrecken lässt emotional zu werden, nur weil es Menschen im Internet gibt die nicht verstehen, dass auch ich meine Meinung ändern kann und nicht alles was ich niederschreibe auch in einem Monat noch stimmen muss, sondern mich einfach nur im Moment gut ausdrückt.

        Also zeige ich euch heute ein Outfit welches nicht fair produziert wurde, weil ich mich vor einem Jahr nicht um solche Dinge kümmerte und mich in meiner Kleidung einfach nur wohlfühlen wollte. Weil ich nicht perfekt bin, lernen sollte auch unangenehme Sachen anzusprechen und natürlich einfach nur, weil ich dieses Gefühl der Freiheit wiederhaben möchte.

        ANMERKUNG: Dieser Text klingt einen Tag später schon wieder wie eine Rechtfertigung für mich, was er aber auf keinen Fall sein soll. Ich hoffe ihr versteht meinen Gedanken dahinter.

        Outfitdetails // Hose & Top: Topshop // Schuhe: Dr. Martens

        3 COMMENTS

        Ich finde es sehr schön, wie du dieses Thema angehst und so ehrlich bist! Ich weiß ganz genau wie es dir dabei geht, da ich die gleichen Gefühle zum Veganismus empfinde. Ich weiß, dass es richtig ist und das ich vegan sein sollte/ sein will. Aber es geht einfach nicht von heute auf morgen, weil man bis vor kurzem noch nicht darüber nachgedacht hat und man nicht so schnell, alles über den Kopf schmeißen kann. Vor allem bei Themen wie einkaufen oder eben essen, weil das Dinge des täglichen Lebens sind, Angewohnheiten und die kann man nicht so schnell ablegen. Außerdem sollte man eben, wie du sagst, auch nicht den Spaß an der Sache verlieren! Man will sich dabei wohlfühlen und nicht zu etwas zwingen…
        Ich finde manchmal sind es auch nur die Gedanken, das WIssen, die Einsicht, dass es richtig ist und dass man langsam mit der Veränderung beginnt und jeder Schritt in die richtige Richtung sich gut anfühlt!

        Liebe Grüße
        Pauline <3

        http://www.mind-wanderer.com

        Ich finde den Text sehr gelungen, gerade weil er absolut keine Rechtfertigung ist. Es ist normal, dass man es nie so ganz schafft die eine Seite von sich zu ignorieren. Das mussz fu auch gar nicht. Dadurch, dass du ständig auf der Suche bist nach fairer Mode und 2.Hand bist du auf der anderen Seite echt sehr stark! Mir hast du gerade mit diesen Zweifeln und auch Versuchungen was neues zu kaufen,den Ansporn gegeben , viel gewisse hafter Kleidungsstücke auszuwählen! Mach dir selbst keine Vorwürfe nur wenn du Nachts mal vor dem Laptop sitzt und so rum guckst. Die Tatsache , DAS du was änderst zeigt schon extreme Stärke!
        Nimm dir bitte nicht selbst den Spaß an Mode in dem du dir Vorwürfe machst oder so, es ist absolut menschlich ! Du bist was Mode angeht extrem inspirierend !

        Ich finde es okay, wenn man auch mal Klamotten holt, die nicht fair produziert werden. Warum wird da auch immer alles schwarz oder weiß gesehen? Sich einmal im Monat etwas „unfaires“ zu kaufen, ist doch auch schonmal besser, als es jeden Tag zu tun. Es sind die kleinen Schritte. Ich versuche auch nachhaltiger zu leben, aber ein radikaler Schritt fällt mir schwer und am Ende ist es doch vorallem wichtig, dass man Spaß dabei hat und sich zu nichts zwingt.

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