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        „Auf in ein neues Jahr! Ab in den Süden!“, rufen wir lachend und winken der Nordinsel Neuseelands hinterher. Sie zeigt sich im Sonnenuntergang noch einmal von ihrer schönsten Seite. Es fühlt sich wie ein großartiger Neuanfang an, ein leeres Blatt, welches beschrieben werden möchte, auch wenn etwas Melancholie in unseren Augen liegt. Immerhin haben wir den nördlichen Teil dieses Landes für 3 Monate unser zu Hause genannt und versucht jeden Winkel zu entdecken.
        Wir haben zusammen gelacht, unsere Probleme gelöst und auch oft geweint. Voller Verzweiflung. Aber am Ende wissen wir alle, dass dies eine einmalige Sache war. Wann werden wir das nächste Mal hier sein? Mich überkommt etwas Angst bei dem Gedanken wie schnell doch die Zeit rast. Ich habe Angst etwas zu verpassen und das Land nicht bis zur letzten Minute ausgekostet zu haben. Angst in ein paar Jahren zurückzublicken und mich zu ärgern. Über eine verpasste Chance.

        Wir sitzen gemeinsam auf dieser Fähre und er streicht mir eine durch den Wind verstreute Strähne aus dem Gesicht. Ich sehe wie glücklich er ist und schiebe meine Zweifel für einen kurzen Moment zur Seite. Nein, für einen großen Moment. Wir blicken uns eine Weile in die Augen. Optimistisch, das erste Mal seit langer Zeit.
        „Ein neues Jahr, eine neue Insel, ein Neuanfang.“, denke ich mir. Und mache mir trotzdem keine Vorsätze. Aus Angst enttäuscht zu werden und aus Angst mich selbst zu enttäuschen. Für die Arbeit haben wir später noch Zeit, jetzt ist die Zeit um endlich unsere Wünsche wahr werden zu lassen. Um zu träumen und erst im Flieger nach Hause zu realisieren was wir für eine schöne Reise hinter uns haben.

        Intuitiv schreibe ich doch einen Neujahrsvorsatz auf meine Liste: Glücklich sein. Endlich. Genießen. Lachen. Frei sein. Das klingt machbar.






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