Irgendwie fühle ich mich gerade richtig wohl in meinem Körper. Ich weiß selbst nicht genau, woran das eigentlich liegt, denn ich bin nicht gerade stolz darauf in Neuseeland das ein oder andere Kilo zugenommen zu haben. Auf jeden Fall habe ich beschlossen an mir selbst zu arbeiten. Nicht auf diese Weise „Ich will abnehmen, ich muss eine Diät machen, ich esse nur noch gesund, ich mache jeden Tag Sport“, sondern auf meine ganz persönliche.
Ich habe hier schon darüber geschrieben, dass wir uns viel zu oft kritisch im Spiegel betrachten und mit anderen Menschen vergleichen. Mit perfekteren Menschen. Und genau da habe ich angefangen.

Ich habe aufgehört mich verletzlich in Unterwäsche vor den Spiegel zu stellen und meine Problemzonen zu suchen. Vorher hat das nach dem Duschen zu meinem Tagesablauf gehört und mich nicht unbedingt glücklich gemacht, jetzt klappt es sogar ein bisschen entspannter damit umzugehen.
Außerdem verzichte ich seit einiger Zeit auf Schokolade, Chips und Co. Und mit Verzicht meine ich eigentlich nur einen bewussteren Esskonsum. Ich habe ungelogen angefangen meine Probleme im Zucker zu ertränken und kam pro Tag auf mindestens eine Tafel oder Tüte von diesem Zeug. Man braucht kein Experte zu sein um zu erkennen, dass dies mehr als ungesund ist, nicht nur für das Gewicht.

Und gestern stand ich tatsächlich das erste Mal in der Dusche (ich weiß gar nicht, warum mir diese Dinge immer dort auffallen) und fühlte mich wohl. Also beschloss ich kurzerhand doch einen kleinen Blick in den Spiegel zu werfen, was in diesem Fall eine gute Entscheidung war. Ich fühlte mich richtig wohl.
Natürlich haben sich nur Kleinigkeiten geändert und ich bin immer noch weit entfernt von meiner dünnen Ausgangslage, aber vielleicht will und muss ich diese auch gar nicht mehr erreichen. Ich meine, ein Körper wird älter und verändert sich. Und diese Veränderung muss man bis zu einem gewissen Maß akzeptieren können.

Ich wollte auf jeden Fall diese Gedanken mit euch teilen, auch wenn ich wahrscheinlich gerade nur eine gute Woche habe. Und um meine Freude noch etwas zu vergrößern, gibt es hier mein derzeitiges Lieblingsoutfit dazu. Die Bilder dafür sind im botanischen Garten in Christchurch entstanden, einer der schönsten Orte die ich in letzter Zeit besucht habe (mehr dazu hier). Kurz bevor wir ankamen, liefen wir an einem kleinen Schmuckstand einer norwegischen Backpackerin vorbei die kurzerhand entschlossen hat ihr Geld mit selbstgemachten Schmuck zu verdienen. Sie war unglaublich sympathisch und ich konnte nicht anders, als sie zu unterstützen. Außerdem hat sie mich angesteckt und zu Hause warten schon ein paar Perlen darauf verarbeitet zu werden. Ihr dürft gespannt bleiben.

Outfitdetails // Latzhose: Second Hand // T-Shirt: & Other Stories // Schuhe: Dr. Martens

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4 COMMENTS

Liebe Katja,

dass das mit der Selbstliebe manchmal nicht so ganz einfach ist, kann ich vollkommen nachvollziehen – ich mache gerade eine ähnliche Phase durch und denke, es ist wichtig, Veränderungen anzunehmen. Das bedeutet nicht, dass man ihnen fatalistisch ausgeliefert sein muss, aber zumindest, dass man sich (wieder) so liebt, wie man ist – denn nur auf der Basis kann man sich auch in eine vielleicht gewünschtere Richtung verändern. Mit Frust, unterschwelliger Wut sich selbst gegenüber und fiesen Gedanken wird dieses Unternehmen eher weniger erfolgreich sind – mit einem Lächeln im Gesicht sicherlich. 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Es ist auch einfach kompliziert. Ich glaube es ist wichtig, dass man die guten Tage genießt und versucht sich an den schlechten Tagen nicht allzu sehr von dem von dir beschriebenen Frust herunterziehen lässt. Frustessen zum Beispiel (was bei mir immer öfter vorkam) macht die Sache auch nicht wirklich besser.
Liebst, Katja

Das freut mich unglaublich für dich Katja, dass du dich so wohlfühlst in deinem Körper und auf deine Weise an dir „arbeiten“ möchtest. Das ist wirklich so viel gesünder als schlank zu sein! Und es ist auch gut, dass du aufgehört hast so viel Süßes zu essen. Das Zeug macht wirklich Süchtig und ich merke jetzt nach Weihnachten und Ostern wieder, wie sehr mein Körper nach dem Energieschub verlangt, obwohl ich im Sommer auch getrost ohne ihn auskomme (abgesehen von Obst-Zucker natürlich 😀 ).
Deine Latzhose finde ich übrigens super schön! Ich hätte auch sehr gerne eine Latzhose oder ein Latzkleid, am liebsten sogar aus Kord.
Kaufst du deine ganzen Second Hand Sachen immer auf Flohmärkten oder gibt es dafür auch Internetseiten? Oder wie hast du dir deine rote neue Jacke schicken lassen?
Das würde mich wirklich sehr interessieren, denn bei mir in Magdeburg gibt es leider wirklich keine schönen Second Hand Läden…

Liebe Grüße
Pauline <3

http://www.mind-wanderer.com

Ich glaube du triffst es ziemlich gut auf den Punkt. Gesund sein ist mir wichtig, nicht das Gewicht. Ich möchte mich wohlfühlen und nicht durch irgendwelche Maße runterziehen lassen. Da gehört auch Schokolade mit dazu, aber wie gesagt in Maßen. Und das muss ich erst wieder lernen. Obst-Zucker ist übrigens in der Dosis auch wichtig für den Körper und sollte nicht unbedingt weggelassen werden. 😀
Ich kaufe auf Flohmärkten und in Second Hand Läden, die rote Jacke habe ich aber zum Beispiel von Onimos. Bei Asos Marketplace findet man auch viel Second Hand und Kleiderkreisel natürlich.

Ich hoffe du findest was schönes!
Liebst, Katja

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