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        „Kämpfe doch einmal um mich!“, wollte ich ihm hinterherrufen. Aber es ging nicht. Tränen verschleierten meinen Blick als ich ihn davonlaufen sah. Wie immer.

        Ich wusste nicht was ich falsch gemacht hatte. Ein falsches Wort? Eine falsche Bewegung? Ein falscher Blick? Es war so einfach ihn zu reizen, ihn aggressiv werden zu lassen. Nein, was ich falsch gemacht hatte wusste ich wirklich nicht. Ich hatte gekämpft, mich gesorgt, getröstet, umarmt, ihn aufgebaut und jetzt? Jetzt lief er davon ohne sich einmal umzuschauen, im Inneren nur auf sich fixiert. Egoist. Es brach mir das Herz.

        Nur einmal wollte ich von ihm diese Worte hören: „Ich liebe dich.“, „Geht es dir gut?“, „Danke“, „Du machst so viel für mich.“ Ich hatte gewartet ihm unendlich viele Chancen gegeben, ihn darauf hingewiesen und am Ende sogar unter Tränen angebettelt. Sein Herz blieb kalt und unberührt, meins dagegen zerbrach immer wieder in kleine rote Splitter.
        „Berührt es dich nicht mich weinen zu sehen? Möchtest du mich nicht in den Arm nehmen und trösten? Mir sagen, dass alles besser wird?“ Immer wieder drehte er sich beleidigt um, zählte mir meine Fehler auf, Kleinigkeiten. „Schau mich doch wenigstens einmal an und versuche mich zu verstehen!“ Nichts. Keine Reaktion. Am Ende entschuldigte ich mich, ohne Grund.

        „Kämpfe doch einmal um mich!“, möchte ich im jetzt sagen. Aber er wird es nicht verstehen. Er sieht keine Schuld bei sich, ja, er sieht nicht einmal wie sehr ich mich um ihn sorge und mich aufopfere. Und ich gebe ihm immer wieder eine neue Chance. Trottel. Idiot. Weichei.
        Bis er eines Tages erkennen wird, dass ich nicht die Richtige für ihn bin. Dann wird er davonlaufen ohne sich einmal umzuschauen, im Inneren nur auf sich fixiert. Egoist. Es wird mir das Herz brechen.

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