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        Meine Gedankenfetzen, aus den Tiefen meiner Notiz- und Tagebücher. Nur für euch.

        Ich weiß gar nicht, wie oft ich dieses eine Gespräch schon geführt habe. Unendliche Male, immer mit den unterschiedlichsten Menschen. Und am Ende bliebt immer ein leichter Schmerz, ein gleicher Gedanke in unseren Köpfen zurück. Das Vertrauen wird nicht wiederkommen.

        Sind sie das, die großen Schriftsteller die am Abend mit einem Glas Wein und spärlicher Beleuchtung an ihrem Schreibtisch sitzen? Wie sie sich immer wieder mit der Hand durch die Haare fahren, seufzen und dann von Neuem beginnen? Wie sie nie glücklich werden, sich immer wieder selbst hinterfragen, obwohl der Erfolg für sie spricht?
        Ich hatte schon immer dieses Bild in meinem Kopf, erst vom typischen Journalisten wie er mit heißen Kaffee an einem kleinen runden Tisch sitzt, die Kopfhörer tief in die Ohren gesteckt und die Gedanken an seinem neuen Text, ganz vertieft und unbeeindruckt von der lauten Welt um ihn herum. Später dann wich diesem Bild ein eher einsames, immer wieder vor dem flimmernden Bildschirm und mit einem guten Wein in greifbarer Nähe.

        Wenn es dir richtig beschissen geht, schreibst du deine besten Texte, meinte ein sehr weiser Mann einmal zu mir und dieser kleine Satz drückt für mich so vieles aus. Denn auch, wenn ich mich nie als einen großen Schriftsteller bezeichnen würde, schreibe ich doch nur meine Gedanken nieder, verstehe ich diese Zerrissenheit aus äußerlicher Anerkennung für die eigenen Worte und innerlicher Zerrissenheit.
        Immer wieder wenn Menschen schlecht geht, fangen sie an ihr Leben zu hinterfragen und wahrscheinlich sitze ich gerade deswegen gerade in spärlicher Beleuchtung mit einem Glas Wein am Schreibtisch und möchte dem Schriftstellerklischee aus meinem Kopf noch getrocknete Tränen auf den Wangen hinzufügen.

        Man könnte mein Leben gerade als einen Neuanfang bezeichnen. Eine neue Stadt, eine neue Wohnung, neue Freunde – ein neues Leben?

        Immer wieder, wenn der Regen gegen das Fenster prasselt wird in mir dieses Gefühl der Melancholie und Gemütlichkeit geweckt, weshalb ich es öffnen muss, um den Tönen des Regens noch ein bisschen intensiver zu lauschen. Wie eine große Welle hört er sich in den Bäumen an, nur durchdrungen vom Klang des schweren Tropfens direkt auf dem Fensterbrett. Ein kleiner Rebell der versucht auszubrechen und die Idylle zu stören, doch ich lasse mich davon nicht mehr täuschen.

        Da ist dieses niederdrückende Gefühl das Stadtkind auf dem Dorf zu sein, während ich in meinem Wintermantel durch den Matsch laufe. Gestern hat es geregnet und jetzt bleibt die feuchte Erde an meinen Stiefeln kleben. Ich habe kein Problem damit sie dreckig und abgelaufen zu sehen, doch irgendwo in mir fühle ich mich fehl am Platz. Hier gehört ich nicht hin. Aber wo genau gehöre ich hin?

        Wie lebt man jeden Tag lebendig und bewusst?


        Outfitdetails
        Hose: Second Hand Levis // hier gibt es ähnliche, Second Hand
        Pullover: Papas Schrank // hier gibt es eine große Auswahl ähnlicher Pullover, Second Hand
        Schuhe: Dr. Martens // hier vegan



        Location: Dresden, Trachau
        Fotografen: Hang und Celine
        Kamera: Canon EOS 6D
        Objektiv: 24-105mm
        Bildbearbeitung Tutorial (hier)




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