Jan
26
18

Fotografie: Bildbearbeitung (Instagram)

Welche Bildbearbeitung nutzt du für Instagram? Es ist einer von diesen Beiträgen die man nicht schreiben möchte, aber die trotzdem gelesen werden wollen und irgendwann ergibt man sich mit erhobenen Händen, weil man die Fragen nicht mehr lesen kann und die Antworten schon längst nicht mehr tippt. Ein Tutorial mit den offensichtlichen Apps die jeder Instagrammer eigentlich aus dem Schlaf kennt und benutzt, wobei ich die kleine Anmerkung machen möchte, dass ich auf diese Weise wirklich nur Bilder für die Story bearbeite die demnach mit dem Handy aufgenommene Schnappschüsse sind. Richtige Shootings und Fotostrecken bearbeite ich auf diese Weise, aber reden wir nicht länger um den heißen Brei herum.

  1. Afterlight

Im ersten Schritt lade ich das Bild in die App Afterlight, um es etwas älter und analoger aussehen zu lassen. Dazu öffne ich den Tab „Dusty“ und lege meistens Nummer 2 über das Bild. Manchmal passt der Effekt ganz gut, aber manchmal benutze ich den Effekt auch doppelt, oder regle ihn etwas herunter. Das kommt immer auf das Bild und mein Gefühl an. Bin ich mit der Einstellung zufrieden speichere ich das Bild erst einmal ab.

2. VSCO

Im nächsten Schritt befinden wir uns in der App schlechthin, wo ich das eben bearbeitete und abgespeicherte Bild reinlade. VSCO bietet verschiedene Filter die man teilweise kostenlos, teilweise kostenpflichtig bekommt und ich mag aus der riesigen Auswahl A4 und A7, beziehungsweise B1 und B5 für schwarz weiß Fotos sehr gern. Den jeweiligen Filter lege ich dann über das Foto, passe ihn wieder in der Intensität an und schaue, ob noch andere Einstellungen nötig sind. Oft begradige ich Bilder noch, wenn zum Beispiel im Hintergrund ein schiefer Horizont zu sehen ist, manchmal passe ich auch Helligkeit und Kontrast noch etwas an. Bin ich damit zufrieden verwende ich oft auch die Einstellung „Grain“, um dem Bild noch einmal etwas mehr Körnung zu geben. Danach wird auch das Bild gespeichert und am Ende auf Instagram hochgeladen. 

VORHER

NACHER

Man könnte an dieser Stelle natürlich diskutieren, ob für eine Instagramstory wirklich diese Bildbearbeitung nötig ist, oder ob sie nicht viel mehr aus spontanen Momenten bestehen sollte, was ich durchaus berechtigt fände. Durch diesen Prozess der Bildbearbeitung sehe ich verschiedene Bilder aber noch einmal aus einer anderen Perspektive, beziehungsweise überlege mir dadurch auch, ob ich diesen Moment und dieses Foto wirklich teilen möchte, oder gerade einfach nur Aufmerksamkeit für einen unwichtigen Moment aus meinem Leben haben will. Achja und außerdem mag ich diesen Stil sehr gern, würde ich aber nie in meinem normalen Feed posten, deshalb muss er irgendwo hin. Das war es von meiner Seite, ich hoffe das kleine Tutorial hat euch weitergeholfen und erspart mir die ein oder andere Frage.

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2 COMMENTS
Julia

Eine wirklich erstklassige, vor Ironie triefende, Einleitung. Bringt das Dilemma unserer Smartphone Generation genau auf den Punkt. Als würde sie in einem riesigen Sandkasten sitzen und dort nach seiner Identität suchen. Aber es sind zu viele Schaufeln und Sandformen da. Und bevor man die falsche nimmt, stiehlt man besser die fremde. Oder um nicht ganz so kaltherzig zu klingen, borgt sie sich, um die eigene aus Versatzstücken zusammenzukleistern. Nicht einmal die Kreativität, etwas eigenes zu erzeugen, hat sie mehr. Es könnte ja scheiße aussehen. Aber… aber ich will das so wie bei dieser/diesem Instagrammerin/Instagrammer!!! Und dann stehen da tausende Kopien nebeneinander, die meilenweit von Individualität entfernt sind. Aber Hauptsache der „richtige“ Lebens-Filter ist drauf.
Übrigens das Scheitern ist genauso charakterformend.

Besser hätte ich es nicht sagen können, aber hey, vielleicht war der Artikel doch für den ein oder anderen auf eine positive Art und Weise hilfreich 🙂

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