GALLERIES
        GO BACK
        TO MENU

        Was war die letzte Woche nur los bei mir? Ich weiß, in einer Welt in der Mode- und Reiseblogger fast täglich unterwegs sind, erscheint der folgende Text von mir etwas übertrieben, aber wir sollten uns immer wieder einmal vor Augen führen, wie unnormal das alles ist was täglich durch und mit den sozialen Netzwerken passiert.
        Der Grund warum ich allerdings die letzte Woche das komplette Programm zwischen Land- und Stadtleben bereiste, war jedoch nicht das Internet, es waren viel mehr gute Freunde die ich alle in Neuseeland kennengelernt hatte. Ich bin ein kleines bisschen stolz darauf, dass wir es geschafft haben trotz des wiederkehrenden Alltags und kleinerer, beziehungsweise größerer Entfernungen zwischen Deutschland, Australien, Neuseeland und Kanada Kontakt zu halten, um uns wiederzusehen. Aber beginnen wir am Anfang.

        Meinen ersten Besuch dürftet ihr schon durch diese lustige Geschichte kennen. Sie stieg kurzerhand ins Auto, besuchte mich in meiner neuen Wohnung in Leipzig, bis wir später gemeinsam in ihre Heimat, die Lüneburger Heide, fuhren. Ich verbrachte Tage voller selbstgebackenem Kuchen, wundervoller Natur und guter Gespräche, was vielleicht auch der Grund für mein jetzt doch sehr vollgeschriebenes Notizbuch ist. Ich überdachte in diesen Tagen mein gesamtes Leben, inklusive meiner Taten und den Dingen für die ich stehe und stehen möchte. Dazu aber später mehr, die Texte werde ich nächste Woche nach und nach veröffentlichen.
        Mit ihr gemeinsam erlebte ich dann auch den ersten Kulturschock in Hamburg, wo wir die 3. Person der Geschichte aus Neuseeland besuchten. In nicht einmal 24 Stunden gab es für uns alle das volle Programm aus Stadtlärm, Pommes am Strand und zu wenig Schlaf, denn am nächsten Morgen fuhr mein Bus weiter nach Berlin.

        Ich traf dort meinen Freund am Busbahnhof und später stießen noch alte Arbeitskollegen, beziehungsweise viel mehr gute Freunde aus Fox Glacier mit zu uns und wir entdeckten mit den Gedanken die ich noch von den Tagen in der Natur mit mir herumtrug eine völlig neue Seite von Berlin.
        Alles war aufregend, alles war laut, aber ich bin dennoch froh über jede einzelne Erfahrung die ich machen durfte und jetzt langsam anfange zu verarbeiten.

        Ich dachte, dass diese Woche ein größeres Loch aus Fernweh in mir aufweisen würde, dabei hat sie tatsächlich genau das Gegenteil getan. Neuseeland wird immer mit etwas Sehnsucht in meinem Herzen bleiben, vielleicht werde ich sogar in 10 Jahren zurückkehren und mir alles noch einmal anschauen.
        Was ich aber wirklich jeden Tag vermisse ist das Gefühl unterwegs zu sein, um neue Dinge zu entdecken und Erfahrungen zu sammeln. Ich vermisse die Zeit, weil ich unsere Erlebnisse vermisse, die Freundschaften, die Freiheit und sogar das Schlafen in unserem schäbigen Auto.

        Die Zeit kann man aber nicht zurückdrehen und ich weiß jetzt, dass ich enttäuscht wäre zurückzukehren, um festzustellen wie viel sich verändert hat und das die Menschen mit denen ich eine gute Zeit hatte nicht mehr da sind. Ich vermisse nichts weiter als ein Gefühl, welches mir das Land und die Natur, die Erfahrung der langen Reise gegeben hat und ich darf nicht erwarten, dass sich die Umstände unter denen ich reiste noch einmal wiederholen lassen. Nicht umsonst sammeln wir alle Marmeladenglasmomente, um sie einzufangen und den Deckel ab und zu für etwas Erinnerung zu öffnen.
        Über diese und andere Dinge habe ich die letzte Woche viel nachgedacht, um wieder einmal festzustellen wie viel ich noch über mich lernen kann und wie bereit ich für eine weitere Reise dieser Art wäre. Ich freue mich schon darauf bald alles mit euch zu teilen und hoffe ihr könnt aus jedem Text etwas für euch selbst mitnehmen. Denn das ist auch einer der Gründe, warum ich meine Gedanken mit euch teile.

        Ich trage:
        Mantel: Asos Marketplace (hier gibt es eine faire Alternative in grau)
        Hose: Dr. Denim (hier gibt es die Originale, nicht nachhaltig produziert und hier eine faire Alternative)
        Schal: Second Hand über Kleiderkreisel (hier gibt es eine faire Alternative)
        Schuhe: Dr. Martens (hier, nicht fair produziert und aus Leder, gebrauchte kann man auch gut über Kleiderkreisel kaufen)

        Denkt daran Kleidung immer nur zu kaufen, wenn ihr sie wirklich benötigt und lieber etwas in gute und nachhaltige Qualität zu investieren die man über mehrere Jahre tragen kann.

        Orte: Lüneburger Heide mit Oberhaverbeck, Pietzmoor, Schneverdingen
        Kamera: Canon EOS 6D (hier)
        Objektiv: 24-105mm (hier) , 50mm (hier)
        Ich bearbeite meine Bilder mit Lightroom und Photoshop (hier), eine Anleitung dafür habe ich hier aufgeschrieben.

        3 COMMENTS

        Hallo Katja,
        du sprichst mir aus der Seele. Ungefähr zur selben Zeit wie du war auch ich in Neuseeland. Mittlerweile ist meine anfängliche Euphorie vom Wieder-Zuhause-Sein verflogen und in Sehnsucht und Fernweh umgeschlagen. Dabei muss auch ich sagen, dass ich nicht Neuseeland vermisse sondern die Zeit. Die Freiheit, jeden Tag woanders aufzuwachen, unglaublich viele liebeswerte Menschen treffen, Erfahrungen zu sammeln und einfach genau das zu machen, was man wollte. Aber du hast Recht, Wenn man zurückgehen würde, wäre man enttäuscht weil alles anderes ist.
        Danke für deine schönen Worte!
        Theresa

        Liebe Katja,
        du hast eine wunderbare Art zu schreiben und deine Worte berühren mich immer unheimlich. Ich weiß nicht was es ist, aber irgendwas löst es in mir aus und ich finde mich selbst in vielen deiner Texte wieder, was irgendwie total schön ist.

        Ich wünsche dir alles Gute und würde mich freuen dich vielleicht irgendwann mal persönlich kennenzulernen 🙂

        Hannah

        Liebe Katja,
        ich kann gut nachvollziehen, wie du dich fühlst und freue mich schon darauf, von all den Erkenntnissen zu lesen, die du letzte Woche hattest.
        Für mich ist es eins der schönsten Gefühle, mit Menschen zusammen zu sein, mit denen ich ganz bestimmte Momente verbinde. Zum Teil, weil man diese Momente dann wieder aufleben lassen kann. Aber mindestens genauso, um viele neue und schöne Momente miteinander zu teilen!

        Liebst, Seline

        Leave a Comment

        Your email address will not be published. Required fields marked *