Apr
29
16

Eine Plauderstunde über das Abitur, meine Lebenslage und eine Einladung zum Flohmarkt

Diese Woche war eine komische Woche. Ich weiß auch nicht richtig, was gerade mit mir los ist. Auf jeden Fall war ich überhaupt nicht in der Stimmung einen neuen Blogeintrag für euch zu schreiben, aber da heute Freitag ist und ihr Freitag immer etwas neues von mir lesen dürft, dachte ich an eine kleine Plauderrunde. Sozusagen ein kleines Update von meinem Leben, seinen Problemen und der jetzigen Lage.

In der letzten Woche fingen für mich die Abiturprüfungen an. (Wahrscheinlich ist mein Kopf deswegen einfach leer). Auf Sporttheorie gleich am Anfang folgte dann meine gefürchtete Paddelprüfung (näheres findet ihr hier). Ich war unheimlich aufgeregt und an dem Morgen war es auch ziemlich kalt. Die
folgenden Minuten waren wirklich kein Zuckerschlecken und ich bin um mein Leben gepaddelt. Bestanden, lautete dann das Ergebnis am Ende
und ich bin mehr als zufrieden. Der Leistungssport kann mir jetzt endlich den Buckel runterrutschen, eine große Erleichterung.

Doch das große Ausruhen gab es noch nicht, denn am Tag darauf folgte dann gleich Deutsch. Gibt es Abiturenten unter meinen Lesern? Mich würde interessieren, welche Aufgabe ihr genommen habt. Ich entschied mich gegen Rilke und die gelesene Lektüre aus dem Unterricht und machte mich an die Aufgabe des freien Schreibens unter der Überschrift: Brauchen wir Literatur wirklich und wozu brauchen wir sie überhaupt? Eigentlich eine spannende Sache, wobei ich immer mehr Angst habe am Thema vorbei geschrieben zu haben.

Die stressigste Woche war damit erst einmal vorbei und am Samstag war ich auf einer Black&White Party. Das Outfit dazu habe ich natürlich fotografiert, denn wann sieht man mich schon einmal im Kleid? Das Ergebnis könnt ihr sicherlich bald begutachten. (Hier schon einmal eine kleine Vorschau). Dort trug ich auch zum ersten Mal in der Öffentlichkeit ein gefaktes Septum und die Reaktionen hätten unterschiedlicher nicht ausfallen können. Ob ich mir aber eins stechen lasse oder nicht, steht noch in den Sternen.

Die schönste Überraschung kam diese Woche von der lieben Birgit aus Augsburg. Sie schickte mir ein unangekündigtes Päckchen mit dem süßen Pferdinand-T-Shirt. Ich habe schon länger darüber nachgedacht es mir zu kaufen, denn Pferdinand schmückt nicht nur meinen Kalender. Umso glücklicher war ich den pinken Umschlag zu finden. (Ihr findet das T-Shirt hier).

Außerdem lud ich meinen Beitrag „Sie verlassen dich, als wärst du nie dagewesen“ in den Kleiderkreiselblog. Das Feedback dazu reichte von Selbstmitleid über Dramaqueen hin zum Verständnis und hat mich sehr verunsichert. Dazu kamen zahlreiche persönliche Nachrichten, die Frage wie ich damit umgehe so privat auf meinem Blog zu schreiben und zwei private Gespräche.

Ich weiß im Moment nicht mehr, wer ich eigentlich bin und was ich hier bezwecke. Einen Modeblog, ein persönliches Tagebuch zum Stressabbau oder wirklich einfach nur Aufmerksamkeit? Darüber werde ich mir in den nächsten Tagen und Wochen noch Gedanken machen müssen, aber eines bleibt klar: Diese kleine Internetseite verschwindet nicht und ich werde euch nie wieder lieblos dahin-geschriebene Outfitposts anbieten.
Zu diesen ganzen Gedanken kam auch noch die Vorbereitung auf die Matheprüfung. Wenn ihr diese Worte lest, bin ich gerade am Schwitzen und werde hoffentlich Rechnen wie noch nie in meinem Leben. Dann bin ich mit den schriftlichen Prüfungen durch und muss mich nur noch durch 2 mündliche quälen.

So viel zur derzeitigen Situation. Ich weiß noch nicht genau, was ich davon halten soll, aber als ich gerade die vorigen Sätze gelesen habe, musste ich wieder feststellen, dass ich fast im Selbstmitleid untergehe. Genau das wird ein Punkt sein, den ich hier am liebsten raus streichen würde. Denn ich rede, beziehungsweise schreibe, zwar über meine Gedanken und Empfindungen, aber bin außerhalb dieser „Technikwelt“ ein fröhlicher Mensch. Das hier ist nicht die Internetseite eines pubertierenden Mädchens mit Selbstmordgedanken, sondern ich möchte einfach nur meine Gedanken verarbeiten. Aber wie schon gesagt, ich muss mir noch überlegen, wie die ganze Sache hier weniger nach Selbstmitleid klingt, aber trotzdem persönlich und gefühlvoll bleibt.

Bevor ich diesen seltsamen und ungewöhnlichen Plausch abschließe, wollte ich euch noch einladen, mich und eine Freundin auf dem Flohmarkt zu besuchen. Wir verkaufen am Samstag unsere alten Bestände und ich nehme auch ein paar alte Klamotten mit. Ihr findet uns von 07:00-13:00 am Elbflohmarkt in Dresden, an der Albertbrücke. Ich würde mich freuen, den ein oder anderen von euch begrüßen zu dürfen.

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10 COMMENTS

Also ich finde das was andere als Selbstmitleid bezeichnen würden sehe ich anders:
Ich finde es einfach sehr mutig, dass du auch wenn du ein durchaus fröhlicher Mensch bist, Zweifel und negative Gedanken mit der Öffentlichkeit teilst. Niemand ist immer positiv und fröhlich und ich finde es gerade wichtig, dass man die Seite die von einem nach außen kehrt. Das ist so wertvoll, weil man anderen zeigt, dass sie damit nicht alleine sind und ihnen den Druck nimmt, immer gut gelaunt, positiv und fröhlich sein zu müssen. Nichts sollte verschwiegen werden und gute Gedanken sind genau so nennenswert, wie negative!

Genau das sehe ich auch so. Bloß auf mein Umfeld wirkt diese Offenheit offensichtlich etwas verstörend und sie fragen immer wieder was mit mir los ist. Das muss ich irgendwie in den Griff bekommen 🙂
Danke auf jeden Fall für deine lieben Worte und den Zuspruch!
Liebst, Katja

Ich für meinen Teil liebe deine Geschichten, deinen Schreibstil und das ganze Drumherum. Es wäre total blöd, wenn du dich für eine "Richtung" entscheidest, denn dieser Blog bist einfach voll und ganz du. In praktisch jedem "Leitfaden" für "erfolgreiches bloggen" steht drin, dass man nur Erfolg haben kann wenn der Blog die Persönlichkeit wiederspiegelt. Ich finde es toll, dass du so viele verschiedene Facetten zeigst und es wäre schade, wenn du dich ab jetzt blog noch auf eine Sache beschränkst.
Ich wünsch dir viel Glück fürs abi (meins ist schon ne weile her… ich bin 23 und fühle mich alt!! ;___;), du packst das 🙂

lg
Nessa

Ich habe auch einen Ratgeber über erfolgreiches bloggen gelesen und du hast völlig Recht. Der Blog hier wird auch immer sehr persönlich bleiben, keine Angst 😀 Ich muss mir eben nur noch überlegen, wie ich das meinem Umfeld erkläre ohne das sie sich ständig Sorgen machen 🙂
Liebst, Katja

Du hast so einen tollem Schreibstil. Ich kann deinen Prüfungsstress gut verstehen, als ich meine Prüfungen hatte, fühlte ich mich so ähnlich. Den Beitrag auf Kleiderkreisel habe ich gelesen und über die Kommentare musst du dir keine Sorgen machen. Was du verfasst hast war mehr als gut und die Leute werden immer einen Grund finden einen zu beleidigen.

LG Gilda
http://www.itsgilda.com

Du hast so einen tollem Schreibstil. Ich kann deinen Prüfungsstress gut verstehen, als ich meine Prüfungen hatte, fühlte ich mich so ähnlich. Den Beitrag auf Kleiderkreisel habe ich gelesen und über die Kommentare musst du dir keine Sorgen machen. Was du verfasst hast war mehr als gut und die Leute werden immer einen Grund finden einen zu beleidigen.

LG Gilda
http://www.itsgilda.com

Schöner Post und schöne Bilder!
Ich bin auch momentan im Prüfungsstress (hab noch die mündliche Abiprüfung), hab aber kein Deutsch genommen sondern Mathe im Abi.
Und das "Selbstmitleid" kenne ich, aber ich denke das ist wirklich ganz normal in unserer Situation, schließlich wurde uns ja auch jahrelang gesagt, wie wichtig das Abi sei und wir haben somit ja auch darauf "hintrainiert"..

Viel Erflog noch, wir schaffen das 🙂

Liebe Grüße, Rabea
http://www.whitehorizons-blog.blogspot.de

Während der Abizeit darf man ruhig im Selbstmitleid baden. Habe ich genauso gemacht, vor allem vor Mathe.
So im nachhinein merke ich, dass ich mir viel zu viel Stress gemacht habe, aber das gehört einfach dazu 😀 Die Party danach entlohnt einen dafür.

Liebe Grüße
http://hydrogenperoxid.net

Ich hab' letztes Jahr Abi gemacht und mir nach den Prüfungen auch total viele Gedanken gemacht, und hinterher war es letztendlich gar nicht so schlimm. Alles Gute für Dich! 🙂

Ich finde deine Texte immer sehr gut geschrieben und würde nicht sagen, dass du dich selbst bemitleidest.
Liebe Grüße Michelle von beautifulfairy

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