Jul
31
17

Ein bisschen mehr Verständnis, bitte!

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9 COMMENTS

Wow! Wundervoller Beitrag! Ich werde auch sehr oft kritisiert oder ausgemacht, weil ich Vegetarier bin und stelle mir auch oft die Frage, warum viele Menschen die oben genannten Tatsachen einfach ignorieren.
Ich habe auch sehr lange in fast fashion Läden eingekauft, weil ich nicht nach der Herkunft der Produkte gefragt habe und ich einfach froh darüber war, etwas billiges zu finden. Aber seit ich angefangen habe, deine Beiträge zu lesen, habe ich mein Konsumverhalten überdacht und sehr verändert. Du bist eine tolle Inspiration!

Marlena

Hey Katja,danke für den tollen Beitrag. Gerade das Bashing um Vegetarismus bekomme ich auch oft zu hören! Ein anderes Reizthema, bei dem es ähnliche Diskussionen gibt ist das Gendern. Ich rege mich oft darüber auf, dass unsere Sprache dermaßen sexistisch ist und verstehe einfach nicht, wieso es bei der derzeit existierenden Ungleichheit zwischen Mann und Frau (Gender Pay Gap,so schwer sein sollte, einfach beide anzusprechen. Warum kann „Studenten“ nicht flächendeckend durch „Studierede“ ersetzt werden? Weil es eben „immer so war“? Aber ja, die Macht der Gewohnheit und Bequemlichkeit…
Ganz liebe Grüße an dich und traumhafte Bilder sind das wieder!

stefi

Der Text ist sehr schön geschrieben und du spricht ein Thema an, welches die meisten Menschen verdrängen. Ich habe mich kürzlich mit dem befasst und war schockiert. Für mich stand gleich fest, dass ich das nicht mehr unterstützen möchte. Was ich an dem ganzen das Schlimmste finde ist unsere Gesellschaft. Dieser Egoismus und die Intoleranz. Die Werte, welche den jungen Menschen vermittelt werden und die Vorbilder. In meinen Augen ist das mittlerweile richtig krank und abstossend.Man kann nur hoffen, dass die Menschen auch einmal anfangen nach zu denken und es ein weniger kritischer betrachten. Ganz liebe Grüsse Stefi

Jules

Wirklich gut geschrieben! Hatte gerade beim Frühstück wieder das Veggiethema. Mein Bruder versteht mich überhaupt nicht, ja, er versucht mir sogar klarzumachen, es wäre ungesund, wie ich mich ernähre..Von meiner Verwandtschaft werde ich oft belächelt oder gefragt, was ich denn eigentlich noch essen kann🙄
Zum Glück habe ich im Freundeskreis ein Paar ‚Gleichgesinnte‘.

Finde toll, was du machst und hab mich wegen dir dazu entschlossen, möglichst nur noch secondhand zu kaufen.

Danke für deine Texte!
🙂

kea

Wieder mal ein guter und fast zu wahrer Artikel. Es ist manchmal einfach unglaublich zu sehen wie man selber handelt. Seit Jahren beschäftige ich mich mit solchen Themen und dann hab ich mich zwischendurch vegetarisch ernährt und Secondhand gekauft aber aus Faulheit und Scham dann doch wieder aufgegeben. Dann war da plötzlich doch wieder Salami auf dem Toast und ein Primark Shirt im Schrank und das Gewissen wurde stumm gemacht. Die Wahrheit zu meinem Wohl verdrängt. Nun fang ich wieder langsam damit an wo ich endlich älter bin und es ist außerdem traurig zu sehen dass umso jünger man ist man umso weniger ernst genommen wurde. Klar jetzt gibt es noch die gleichen blöden Kommentare wie damals aber allgemein werden meine eigenen Entscheidungen mehr respektiert nir weil ich älter bin, nicht weil ich bessere Begründungen habe… schon komisch.

Hannah

Diese Lücke ziwschen den „Ökos“ und denen die eben nicht so leben, also das was einem sonst so alltäglch vorkommt (leider) ist wirklich ziemlich groß, wie du auch sagtest. Und einerseits ist es wichtig, das zu ändern, oder es zumindest es su versuchen durch Reichweite, so wie du oder andere Blogger es zum Beispiel tun. Aber wichtig ist es auch, sich nicht nur mit anderen „Ökos“ darüber zu unterhalten, sondern auc vielmehr mit Freuden, die vielleicht nicht so denken. Schließlich kann man es denen doch auch erklären und einige vielleicht umstimmen. EInfach von der eigenen Meinung zu überzeugen, oder es zumindest zu probieren. Das ist ein wenig daher gesagt, aber dennoch wichtig anzusprechen, finde ich. Liebe Grüße 🙂

July

„Für mehr Abwechslung auf dem Grill: Julia einladen und Süßkartoffel kosten“ steht ganz oben als Widmung in meinem Abitur Jahrbuch und symbolisiert wohl am allerbesten, wie mich meine Mitschüler die letzten zwölf (gut, sagen wir acht) Jahre gesehen haben. Der Öko, der Nostalgiker, der Hippie. Dabei wollte ich das nie sein; nie in die belehrende „Weißt du eigentlich woher dieses Stück Fleisch kommt?“ Schublade rutschen und nie in dieser pazifistisch- veganen (und zugegeben sehr utopischen) Ideologie verloren gehen.
Ich gebe dir recht in so vielen Punkten und lehne es ebenfals ab, ein Leben lang mit erhobenem Zeigefinger durch die Welt zu laufen. Ich möchte, dass Menschen von selbst erkennen, was falsch läuft auf diesem Planeten und dafür ist sehr viel Aufklärungsarbeit nötig. Man muss beginnen, Menschen auf Augenhöhe zu behandeln und aufhören, aus (angeblich) moralisch- ethischer Überlegenheit ihnen Vorwürfe zu machen. Ein schlechtes Gewissen verbittert die meisten, ein gut gemeinter Rat jedoch kann Augen und Türen öffnen.
Natürlich produzieren viele billig Modeketten alibi vintage und retro Mode – weil es wieder angesagt ist.Aber habt ihr schon mal bei Mama in den Schrank geschaut? Das ist Kleidung mit Geschichte. Kleidung, die sie vielleicht nicht mehr anziehen würde aber in neuer Kombination eine großartige Renaissance erleben könnte.
Ich finde es nicht normal, dass man mit achtzehn direkt ein Auto besitzt und ab da an nicht mehr zu Fuß geht, oder dass man für drei Euro ein neuwertiges Oberteil kaufen kann. Doch am allerwenigsten finde ich es normal, dass die billig Wurst- und Fleischauswahl in den meisten Discounter größer ist, als die Gemüseabteilung und dies gesellschaftlich akzeptiert und nicht hinterfragt wird.
Bevor die meisten Ökos von ihrem hohen Ross absteigen können, liegt es schon auf dem Grill neben meiner Süßkartoffel und nimmt ihr die Hitze weg.

Liebe Grüße und mach weiter so; Menschen wie dich braucht die Welt. xx

Amber

Es ist ja so schön, dass du so (selbst)kritisch denkst und es hier mitteilst. Dafür bin ich dir echt dankbar, weil es mir Mut und Kraft gibt! Stichwort man wird belächelt wegen Veganer Lebenseinstellung oder Second Hand gilt als unhygienisch / man kann sich nichts besseres leisten. Solche Kommentare haben mir schon desöfteren echt den letzten Nerv geraubt und dir scheint es ja nicht anders zu gehen. Dadurch habe ich auch wirklich oft schon an mir selbst gezweifelt, ob meine Umsetzungen denn nicht doch zu militant oder radikal sind? Nein, eben nicht. Und Menschen wie du zeigen mir das. Danke!🌞

Medea

Ich weiß genau, was du meinst. Mir geht es eigentlich auch so und irgendwie fühle ich mich schuldig. Genau, wie du gesagt hast.
Aber nur bezüglich der Klamotten. Nicht bezüglich des Fleisches. Ganz ehrlich. Ich war mal ein oder zwei Jahre lang Vegetarier, aber weil ich auf einem biologisch-dynamischen Hof wohne (so viel zum Thema „Öko“), habe ich beschlossen, dass ich es mit meinem Gewissen vereinen kann, wieder Fleisch zu essen, weil die Tiere hier ja gut leben. Und ich esse jetzt auch nicht viel Fleisch. Was ja andererseits auch nicht jeder von sich sagen kann.
Ganz liebe Grüße,
Medea

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