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        Ich dachte irgendwie, dass Fox Glacier anders wird. Mein Kopf zeigte mir ein Bild von mir, welches ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. In diesem Bild saß ich mit Unmengen an Tee und heißer Schokolade in unserem Auto und fing endlich wieder an richtig zu schreiben. Ihr wisst schon, kleine Geschichten und Texte die wieder zu ihren Bildern passen. Ich hatte das Gefühl, dass ich diese Tatsache in letzter Zeit vernachlässigt habe und einfach nur wild in die Tasten gehauen habe ohne wirklich darüber nachzudenken. Ohne nachzudenken was meine Worte bewirken können und ohne nachzudenken was ich euch überhaupt sagen möchte.
        Und dieses kleine Bild in meinem Kopf ist immer noch nicht verpufft. Ich hoffe immer noch darauf, dass dieser Zustand irgendwann eintreten wird. Ich hoffe immer noch darauf endlich rauszugehen und wunderbare Fotografien anzufertigen, ich hoffe immer noch darauf fremde Menschen vor meine Linse zu ziehen und ich hoffe immer noch auf meine kreative Ader.

        Aber wie immer im Leben kommt alles ein bisschen anders. Nicht, dass ich nicht glücklich wäre. Nein, Fox Glacier war immer noch eine Entscheidung die ich nie bereuen werde. Jeden Morgen wache ich auf und kann die Berge aus unserem Fenster bestaunen und jeden Morgen sehen sie auf eine andere Art einfach atemberaubend aus. Das Regenwetter bringt eine gewisse Gemütlichkeit in mir zum Vorschein und lässt mich gedankenverloren zurück.
        Was ich in all´der Hektik vergessen habe ist die Anstrengung die ein Blog mit sich bringt. Während ich auf unserer Reise den Laptop in die Hand nahm wenn ich Lust darauf hatte, muss hier so vieles (unnötiges) geplant werden.

        Ich kann zur Zeit keinen klaren Gedanken fassen. Ich möchte auch irgendwie keinen fassen können. Mir war nicht bewusst, dass hier neben uns noch ein paar andere Backpacker arbeiten und wir wie eine Familie zusammen wohnen würden.
        In der ersten Woche waren wir gemeinsam essen. Es war ein großer Tisch und um ihn herum saßen Franzosen, Kanadier, Engländer, Australier und Deutsche und haben mich das erste Mal richtig beeindruckt. Keiner redete über Vorurteile, keiner machte sich über die zwei lesbischen Paare lustig, keiner war unfreundlich oder voreingenommen. Wir hatten einfach Spaß miteinander und kümmerten und werden um Religion, noch um Hautfarbe oder andere Dinge. Toleranz lag im Raum und ich war zum erstem Mal seit langer Zeit nicht „die Bloggerin“. Ich war einfach nur Katja.

        Dieser Abend hat mir viel zu denken gegeben und vor allem steht die große Frage in meinem Kopf warum nicht alle Menschen respektvoll miteinander umgehen können.
        Und wisst ihr warum ich keinen klaren Gedanken vor meinem Laptop haben möchte? Weil es mir dumm vorkommt allein vor einem schimmernden Bildschirm zu sitzen. Aber ich habe es trotzdem getan, weil mich die Lust zum fotografieren überkommen hat. Und da das Regenwetter nicht unbedingt eine optimale Voraussetzung dafür schafft, habe ich angefangen alte Bilder durchzuklicken und zu bearbeiten. Ich habe unsere gesamte Neuseelandreise noch einmal Revue passieren lassen und gesehen, dass ich Welten entfernt von meiner alten Deutschlandpersönlichkeit bin.

        Ich weiß, dass man Selbstfindung nicht mit einer Reise gleichsetzen kann und es mehr braucht als an das andere Ende der Welt zu fliegen um sich selbst zu finden. Aber für mich war das auf jeden Fall ein guter Anfang. Auch wenn ich noch lange nicht am Ende bin.
        Was mich jedoch ein kleines bisschen stolz gemacht hat sind einige Bilder die ich vor einer Weile geschossen habe. Es ist verrückt zurückzuschauen und auf einmal einen völlig anderen Blick auf bestimmte Dinge zu bekommen. Eine Fotoreihe ist mir dabei tatsächlich verloren gegangen und ich habe sie nie auf dem Blog veröffentlicht, obwohl ich euch ein neues Outfit zeigen wollte.
        Jetzt möchte ich sie hierfür nutzen. Ihr seht, meine Kreativität hält sich zur Zeit wirklich in Grenzen und ich bin nicht in der Lage große Texte zu schreiben. Aber ich wollte euch einfach auf dem Laufenden halten und einen kleinen Einblick geben.

        Und während ich Fox Glacier – wenn auch anders als in meinem Kopf – genieße möchte ich euch bitten das Gleiche zu tun und noch eine kleine Moralapostel halten. Denn draußen passieren so viele schöne Dinge und ich weiß, dass das keine neue Erkenntnis ist, aber legt den Laptop und das Handy beiseite. Lernt neue Menschen kennen und vor allem: seit respektvoll miteinander.



        Outfitdetails // Schuhe: Dr. Martens // Hose: Topshop // T-Shirt: Second Hand

        4 COMMENTS

        Hey, ich wollte dich mal fragen mit was für einem Rucksack du herumreist (ich gehe davon aus du reist mit Rucksack)
        Du hast immer so unglaublich coole Outfits, wie passen die alle in einen Backpack? 😀
        Liebe Grüße
        Pauline 🙂

        Ich hab einen von Tatonka mit 60 + 10 Liter. So viel ist da ehrlich gesagt gar nicht drin 😀

        So ein schöner Text und die Bilder erst! Das stimmt wirklich, man sollte einfach mal im Moment leben und diesen aktiv genießen. Öfters gucke ich mich in der Bahn um und alle schauen nur aufs Handy, sowas finde ich immer etwas traurig. Aber davon nehme ich mich auch nicht raus, ich bin manchmal auch nicht besser. Aber deinen Rat nehme ich mir mal zu Herzen und lege das Handy auch mal weg 🙂

        Und was ich dir noch sagen will: Katja, du bist wunderschön 🙂 Hab mit eben auch den gleichnamigen Text von dir vom 03.01. durchgelesen und musste es dir einfach nochmal sagen! Fühl‘ dich gedrückt! Ich kenne zwar das Gefühl, wenn man sich nicht wirklich in seiner eigenen Haut mehr wohlfühlt, jedoch lass‘ dir sagen, dass du eine unglaubliche Ausstrahlung hast und deine Figur meiner Meinung nach perfekt ist! ♥

        Danke übrigens für dein Kommentar, hab mich sehr gefreut, hihi 🙂 Bis ganz bald und ich freue mich schon auf unsere Fotosessions ♥

        Liebe Grüße,
        Hang

        http://hang-tmlss.de

        Hey, ich kenne das Gefühl aus der Bahn und muss dann immer mein Handy beiseite legen. Diese kleinen Dinger beeinflussen uns schon sehr.
        Danke dir für deine Worte zu dem anderen Beitrag und ich kann das alles nur zurückgeben. Du brauchst nun wirklich keine Zweifel an dir haben!
        Ich freue mich auf unser Wiedersehen. 🙂
        Liebst, Katja

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