Dez
08
17

Warum das Glücklich-sein bei mir gerade nicht funktioniert.

Ich denke schon lange darüber nach, über das Glücklich-sein, eigentlich genau seit damals, als ich in den Flieger stieg, um in Neuseeland die Freiheit zu genießen die mich glücklich machen sollte. Vor allem aber seit ich wieder zurück in Deutschland bin, wieder in Konventionen lebe, einem Erwartungsbild entsprechen sollte und mich frage, wohin mein Weg führen soll.
„Mein Leben ist gerade nicht schön.“, lautete der Titel eines Textes, welchen in schon nach dem Probelesen wieder verwarf, weil er mir zu negativ, zu bemitleidenswert vorkam und ich stellte noch einmal alles in Frage. Bei mir sind gerade in den letzten Wochen einige Dinge nicht sehr schön verlaufen, was mich in meinem Gedankenloch immer weiter heruntergezogen hat, weshalb ich angefangen habe mich zu fragen, welche Umstände mich gerade nicht glücklich machen und was ich selbst daran ändern kann.

Das sind eigentlich Gedankenzüge die ich nicht mit euch teilen würde, einfach, weil ich darauf selbst noch keine Lösung gefunden habe und das Gefühl habe, dass ich euch in einem Beitrag darüber keinen Mehrwert bieten könnte. Doch gerade über Instagram erreichen mich mittlerweile fast täglich Nachrichten in denen ihr nachfragt, ob es mir gut geht, ob ich reden möchte, oder das ich gerade sehr unglücklich wirke. Deshalb glaube ich, dass es doch eine gute Idee ist, euch auch auf diesem Weg mitzunehmen und darüber zu schreiben, auch wenn ich für mich selbst an dieser Stelle vielleicht nicht weiterkomme.
Ich habe nach einem Monat aufgehört an mein Studium zu glauben, ich habe teilweise immer noch Probleme mit einer Fernbeziehung, den Abschieden nach dem Besuch meiner Familie, ich habe eine sachte Vorstellung wo ich nächstes Jahr weitermachen möchte, aber weiß wie unmöglich dieser Plan eigentlich aussieht, lässt sich zwar in Blogeinträgen gut verarbeiten, aber ich glaube es ist schwer für euch nachzuvollziehen, wie es mir innerlich mit all´diesen Dingen geht, wenn sie mich in gesammelter Masse täglich beschäftigen.

Das Ziel dieses Beitrages soll es aber nicht sein, genau darüber zu jammern, oder auf euer Mitleid zu hoffen, denn das brauche ich gerade am wenigsten. Ich bin gerade in einem Loch von dem ich weiß, dass ich wieder herauskommen werde, aber bisher erscheinen mir die Wände noch zu hoch und die Dunkelheit erdrückt mich vor allem am Abend, weshalb ich einfach noch nicht so weit bin.
Mit meiner persönlichen Frage über das Glücklich-sein habe ich diesen Beitrag begonnen und ich habe gerade das Bedürfnis ihn auch mit diesem positiven Gedanken und ein paar weniger bedrückenden Bildern zu beenden. Als kleines Zeichen an mich selbst, dass es irgendwann wieder nach oben gehen wird.





PREVIOUS POST
NEXT POST
Read Comments
Hide Comments
5 COMMENTS

Auch wenn es manchmal so scheint, als würde sich alles nur im Kreis drehen und ein Loch sei schwärzer als das letzte – der einzige Weg, aus so einem existenziellen Tief herauszukommen, ist selbst etwas dagegen zu tun. Wie reflektiert du über dich, deine Welt und das, was dich glücklich oder unglücklich macht, nachdenkst und dann handelst und Konsequenzen daraus ziehst: Damit bist du sehr vielen Menschen ein riesiges Stück voraus. Du findest schon deinen Weg & dein Glück, davon bin ich ganz fest überzeugt. <3

Seline

Hey Katja,
ich weiß gut, wie Du dich fühlst. Mein 2017 ist insgesamt nicht besonders glücklich verlaufen und ich musste mehr Schicksalsschläge wegstecken, als ich verarbeiten oder überhaupt ertragen konnte. Jetzt befinde ich mich in einem ähnlichen Loch wie Du – einem aus Negativität, Zweifeln und Panikattaken… Aber eins kann ich Dir sagen: Es wird besser, jeden Tag ein kleines bisschen und irgendwann schaut man wieder in Richtung Sonne, statt dem Mond nachzutrauern. Das Schreiben hat mir geholfen, vielleicht hilft es Dir ja auch. Und Meditieren. Versuch zu meditieren, wenn Du nicht schlafen kannst. Das hat bei mir besser angeschlagen als alles andere.
Du schaffst das! Davon bin ich überzeugt:)
<3

Vanessa

Ich liebe deine Beiträge! Danke, danke für deine Worte. Oftmals geht es mir genauso. Man weiß, es wird anders, aber das muntert einen nicht auf. Also macht man einfach irgendwie weiter und wartet.

Franzi

„Es war der krankhafte Drang zur deutschen Perfektion, der Drang alles jedem und allen Recht zu machen, der Drang nicht zu versagen, der Druck nicht zu versagen.“ Habe tatsächlich vor ein paar wochen ungefähr den gleichen post verfasst fällt mir da auf 😀 ich glaube dieses Loch haben einige gerade nach einem Auslandsaufenthalt. Wenn es dich Tröstet, ich hab mein erstes Studium das ich direkt nach meinem Auslandsjahr angefangen habe, abgebrochen und bin noch mal für 3 Monate weg, das ist also nichts abnormales sondern ganz natürlich 🙂 So Texte zu schreiben tun aber verdammt gut! Hab mich selbst damit therapiert 🙂 Bald findest auch du wieder aus dem Loch.
In Liebe
Franzi
https://unpetitsourireslowsdown.wordpress.com/2017/11/30/das-ding-mit-dem-gluecklich-sein-und-der-dankbarkeit/

Mona

Gerade dieser Beitrag zeigt aber, dass du anscheinend trotzdem schon irgendwie auf dem richtigen Weg bist. Eben nicht nur negativ in seinem Loch zu sitzen und auf Mitleid zu warten. Manchmal gibt es einfach die Phasen wo nichts rund läuft und man irgendwie einen neuen Anfang oder Ansatz finden muss. Fällt im ersten Moment schwer ihn zu sehen aber ich bin überzeugt man findet seinen Weg.
Liebe Grüße, Mona

Add Comment

TYPE AND HIT ENTER