Nov
28
17

Aschenbrödel // Ein Wintermärchen

Dieser Beitrag enthält Werbung.

„Können Sie sich vorstellen, warum dieser alte Film immer noch Menschen in Begeisterung versetzt?“, fragte uns die Verantwortliche der Ausstellung an genau dem Schloss in Moritzburg, an welchem Aschenbrödel ihren Schuh verlor und ich schüttelte innerlich ahnungslos mit dem Kopf. Wie kommt es, dass ein unmodernes altes Märchen jedes Weihnachten auf ein Neues täglich über die Bildschirme läuft und immer noch so beliebt ist?
„Weil er Gefühle transportiert.“, fuhr die Verantwortliche jedoch schon fort, bevor ich weiter darüber nachgrübeln konnte, „Gefühle die für uns Weihnachten bedeuten. Der alte Film hat nicht nur jede Menge Charme, er spendet uns ebenfalls Geborgenheit, Liebe, ein glückliches Ende, er lässt uns träumen. Und genau darum geht es doch, in der Weihnachtszeit.“

Meine Mundwinkel zucken immer noch leicht nach oben, wenn ich an das vergangene Wochenende denke, weil es mich einmal mehr mit einem guten Gefühl zurücklässt. Ich bin froh darüber, eine Einladung auf das Schloss Moritzburg angenommen zu haben und das nicht nur, weil ich gern über meine Heimat berichte.
Schon als kleines Kind fuhren meine Eltern öfter mit mir zum Schloss, bis ich vor zwei Jahren endlich dazu kam mir die Aschenbrödel-Ausstellung anzusehen. Es scheint verrückt, dass man sich sofort wie ein Teil des Märchens fühlt und seinen eigenen Traum träumt, nur weil man die Kleider sieht, welche die Schauspieler damals getragen haben und die Treppe hinaufsteigt, auf welcher Aschenbrödel damals ihren Schuh verlor. Aber der Drehort hat nichts von seinem Charme eingebüßt und ich war umso glücklicher dieses Jahr noch einmal zurückzukehren.

Tatsächlich war ich überrascht, dass jedes Jahr in der Dauerausstellung zum Film neue Details verändert werden und sie damit jedes Jahr erneut mit viel Liebe gestaltet wird. Diesen Winter gibt es einen kleinen Film in Anlehnung an das originale Märchen, nachdem sich jeder selbst die Frage stellen kann, wovon der dieses Weihnachten träumt. Er vermittelt die gleichen Werte wie der alte Film und genau deshalb finde ich die Idee so gelungen.
Wir leben in einer Zeit in der es scheint, dass Weihnachten nur noch für den Konsum missbraucht wird, damit wir einen neuen Vorwand haben, um neue Dinge zu kaufen. Wie oft habt ihr schon wieder diesen Satz gehört: „Aber ich weiß gar nicht, was ich schenken soll.“, nur weil diese Person eigentlich schon alles besitzt, oder man ihr im schlimmsten Fall nur zu Familientreffen wie Weihnachten begegnet und dann diese merkwürdige Bekanntschaft, dieses merkwürdige Gefühl mit Gegenständen schließen will?

Das Schloss Moritzburg und der kleine Kurzfilm können natürlich an dieser Situation nichts ändern, aber sie haben mich am Wochenende wieder einmal mehr daran erinnert, wofür der weihnachtliche Gedanke eigentlich stehen sollte. Das man seine Träume nie aufgibt, wirklich Zeit mit der Familie verbringt und diese auch genießt.
Nachdem ich also am ersten Tag dieser kleinen Reise auf einem Schloss vor mich hin träumte und vor allem die Veranstalterin und Organisatorin der Ausstellung bewunderte, weil sie mit so viel Liebe von ihrem Projekt sprach, ging es am nächsten Tag gleich weiter mit der Kunst und der Kultur nach Dresden.

Ein bisschen fühlte ich mich in meine alte Schulzeit zurückversetzt, als ich mit den anderen BloggerInnen einer Stadtführerin vor den alten Gebäuden in Dresden lauschte, diesmal war ich dennoch interessierter bei der Sache. Stadtführungen, beziehungsweise Führungen im Allgemeinen habe ich auch erst jetzt zu schätzen gelernt, während ich mich früher nur langweilte, dabei ist es eigentlich richtig schön mehr über den Ort zu erfahren, in dem man lebt. Ein kleines Highlight war am Ende für mich der Aufstieg in die Kuppel der Frauenkirche, denn dort war ich tatsächlich selbst noch nie gewesen. Dresden hat neben Pegida (ich schrieb bereits von meiner Hassliebe) viel mehr zu bieten und gerade als Tourist kann man sich hier wirklich weiterbilden und richtig austoben.
Das Wochenende war, obwohl ich eigentlich nur zu Hause war, richtig schön und meine Heimatliebe hätte nicht größer sein können. Ich hoffe, dass ihr vielleicht auch irgendwann vorbeischaut, etwas Kultur genießt und euch vor allem an Weihnachten einmal fest in die Arme nehmt.

Mit dabei waren:
Su & Chris von Fashiontwinstinct // Jasmin von someonesday // Anni von Fashionkitchen // und nicht mit auf dem Foto Janina von Oh Wunderbar und meine Wenigkeit

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Zusammenarbeit von Bloggerkartei, dem Schloss Moritzburg und der Stadt Dresden. Vielen Dank dafür!

PREVIOUS POST
NEXT POST

Add Comment

TYPE AND HIT ENTER